Wann erscheint der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl?

Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2002 wurde der Wahl-O-Mat bereits über 82 Millionen Mal genutzt. Zur Bundestagswahl am 26. September rückt das praktische Tool der Bundeszentrale für politische Bildung wieder in den Fokus. Wann der Wahl-O-Mat 2021 erscheint – und wie er funktioniert erfahrt ihr hier!
Wahl-O-Mat
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Am 26. September findet die Bundestagswahl 2021 statt. Wähler haben es in der Hand die Zukunft des Landes für die nächsten vier Jahre maßgeblich zu prägen – je nachdem wo sie ihr Kreuz machen. Der „Wahl-O-Mat“ ist diesbezüglich schon länger als praktische Hilfestellung im Geschäft: Seit 2002 gibt es das praktische Tool der Bundeszentrale für politische Bildung. Wir verraten wann der Wahl-O-Mat 2021 online geht, wie er funktioniert, und warum man sich nicht blind auf ihn verlassen sollte.

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Ab wann ist der Wahl-O-Mat online?

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Der Wahl-O-Mat soll eine Entscheidungshilfe sein. Foto: bpb

Als Entscheidungshilfe für die Landtagswahl in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der Wahl-O-Mat bereits seit dem 26. August erhältlich. Die Version für die Bundestagswahl soll laut der Bundeszentrale für politische Bildung eine Woche später am 2. September (Donnerstag) online gehen.

Was ist der Wahl-O-Mat und wie funktioniert er?

Um es so simpel wie möglich auszudrücken: Der Wahl-O-Mat stellt euch zwischen 30 und 40 Thesen, die ihr mit den drei Optionen „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“ beantworten könnt. Unter die Thesen fällt so ziemlich alles, was man sich nur vorstellen kann: Vom Ausbau der Radwege, über Windkraftförderung, bis hin zu „Nord Stream 2“ und „Corona-Impfungen“ wird eine große Bandbreite an aktuellen Themen wiedergegeben.

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Wer sich munter durchgeklickt hat, erhält am Ende eine prozentuale Übereinstimmung seiner persönlichen Einschätzung mit den Zielen der Parteien serviert. Grundsätzlich können sich alle zur Wahl zugelassenen Parteien am Wahl-O-Mat beteiligen.

Den Wahl-O-Mat gibt es entweder online, oder per App. Das Ergebnis lässt sich am Ende mit der Gewichtung einzelner Themen noch anpassen. Praktisch: Ein PDF zum Ausdrucken zeigt die Antworten aller Parteien in der großen Übersicht.

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Der Wahl-O-Mat soll keine Wahlhilfe sein

Die Bundeszentrale für politische Bildung wird nicht müde zu betonen, dass der Wahl-O-Mat keine persönliche Wahlhilfe sein soll. Im O-Ton heißt es, der Wahl-O-Mat sei ein „Appetitanreger für mehr Politik, mehr Wahlthemen und mehr politische Information“.

Oder um es anders auszudrücken: Obwohl die Thesen vom Wahl-O-Mat ein breites Themenspektrum abdecken, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass das Tool auch eure persönlichen Wünsche und Lebensumstände mit einbezieht. Demnach ist der Wahl-O-Mat vielmehr ein kleiner Tritt in den Hintern, eine Motivationshilfe sich mehr mit dem Wahlprogramm der Parteien auseinanderzusetzen. Immerhin dürften nur die wenigsten Wähler vor dem Setzen ihrer zwei Kreuze das komplette Wahlprogramm der jeweiligen Partei gelesen haben.

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Und eben hier liegt bis heute auch das größte Potential vom Wahl-O-Mat: Er macht die Leute spielerisch wieder mit Politik vertraut, stellt kurze und knappe Thesen, die jeder mit einem simplen „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“ beantworten kann.

Wie werden die Thesen vom Wahl-O-Mat ausgesucht?

Die Redaktion der Bundeszentrale für politische Bildung wählt mehrere Thesen aus einem gewaltigen Pool, der zuvor von einer bunten Mischung unterschiedlicher Menschen zusammengetragen wurde. Dieses Team setzt sich aus 20 bis 25 Jung- und Erstwählerinnen und -wählern zwischen 16/18 und 26 Jahren aus dem jeweiligen Land bzw. dem ganzen Bundesgebiet zusammen. Hinzukommen Politikwissenschaftler, Statistiker und Pädagogen und Wissenschaftler, die bereits mit der Funktionsweise vom Wahl-O-Mat vertraut sind. Die Antworten auf die Thesen stammen am Ende übrigens direkt von den Parteien.

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Der Wahl-O-Mat als App

Seit 2017 gibt es den Wahl-O-Mat auch als praktische App für iOS und Android. Neben der gewohnten Desktop-Funktionalität lassen sich in der App noch Kurz-Profile aller Parteien einsehen. Zudem erklärt euch ein praktisches „Wahllexikon“ die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Wahlen – schließlich kann man sich politisch nicht genug bilden.

Die Geschichte vom Wahl-O-Mat

Der erste Wahl-O-Mat erschien im Jahr 2002, seitdem hat das clevere Tool der Bundeszentrale für politische Bildung über 50 Versionen zu Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen online gebracht. Insgesamt wurde er im Vorfeld von Wahlen seit 2002 über 82 Millionen Mal genutzt.

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