Ukraine-Flüchtlinge in Köln: Portal vermittelt Sachspenden und Unterkünfte

Mehrere Unternehmer aus Köln haben sich zusammengetan und ein Portal gegründet, das Unterkünfte und Sachspenden an Ukrainer vermittelt.
Ukraine Familie Köln
Ein Kölner hat eine ukrainische Familie bei sich aufgenommen. Foto: UkraineHelppoint/Facebook
Ukraine Familie Köln
Ein Kölner hat eine ukrainische Familie bei sich aufgenommen. Foto: UkraineHelppoint/Facebook

Tausende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine erreichen Köln. Neben Unterkünften, die von der Stadt bereitgestellt werden, sind auch Kölnerinnen und Kölner mit viel Platz gefragt. Doch wie sollen die Flüchtlinge mit den privaten Anbietern zusammenkommen? Hier helfen Fabian Rossbacher und sein achtköpfiges Team weiter: Sie haben das Online-Portal „Ukraine Helppoint“ gegründet, dass es beiden Seiten ermöglicht, in Kontakt zu treten.

„Kölnerinnen und Kölner können sich dort ganz schnell mit ihrer E-Mail-Adresse anmelden, ohne lange Registrierung, und ihre Sachspenden oder Unterkünfte angeben“, erklärt der Experte für Online-Marketing, der das „Tierliebeland“ am Friesenplatz betreibt. Man müsse keine persönlichen Daten angeben, lediglich die E-Mail-Adresse.

Köln: Wie kann ich ukrainischen Flüchtlingen helfen?

Nutzer können sowohl die Art ihrer Unterkunft als auch eine detaillierte Beschreibung ihrer Sachspende eintragen. Rossbacher: „Für die Ukrainer haben wir dann ein Suchfeld eingerichtet, in das sie ihren Bedarf genau eingeben können.“ Beide Parteien können dann in einem Chat in direkten Kontakt treten. „Dann weiß der Anbieter auch genau, wo seine Spende hingeht“, erklärt der Unternehmer.

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Wem der Vorgang zu kompliziert ist, kann jedoch auch ohne das Portal helfen und seine Sachspenden einfach bei der Sammelstelle des „UkraineHelppoints“ am Rheinaufhafen abgeben. Sie befindet sich am Anna-Schneider-Steig 3 in 50678 Köln.

„UkraineHelppoint“: Kölner Unternehmer fahren in die Ukraine

Und: Die Gründer von „Ukraine Helppoint“ helfen nicht nur bei der Online-Vermittlung von Spendern und Flüchtlingen, sondern sogar vor Ort in der Ukraine. Rossbacher: „Vor drei Wochen sind wir runter gefahren, um Sachspenden in die Ukraine zu liefern. Auf dem Rückweg haben wir auch Ukrainer mitgenommen.“ In wenigen Wochen machen die Unternehmer sich erneut auf die Reise ins Kriegsgebiet. „Wir fahren vier Kilometer nach der Grenze in die Ukraine herein, um da an einer Annahmestelle Spenden abzugeben“, so der Tierfutterladenbetreiber.