Drogen nehmen auf 126 Quadratmetern: Kölner „Druckraum“ öffnet wieder

Nach aufwändigen Umbaumaßnahmen im Gesundheitsamt der Stadt Köln öffnet am Mittwoch der Drogenkonsumraum wieder.
Drogenkonsumraum
Drogenkonsumraum mit sechs Konsumplätzen. Foto: Florian Jocham/Stadt Köln
Drogenkonsumraum
Drogenkonsumraum mit sechs Konsumplätzen. Foto: Florian Jocham/Stadt Köln

Die Baumaßnahmen im neuen Drogenkonsumraum im Kölner Gesundheitsamt sind abgeschlossen. Ab Mittwoch, 24. August 2022, nimmt das Angebot wieder seinen normalen Betrieb auf: montags bis freitags von 8 bis 15.30 Uhr, mittwochs von 10 bis 15.30 Uhr. Das teilte die Stadt Köln am Dienstag, 23. August, mit.

Nach der Eröffnung des Drogenkonsumraumes im Mai 2022 mussten noch einige Provisorien im Drogenkonsumraum, in der neuen Röntgenabteilung, im Kassenraum und im Flur zurückgebaut werden. Auch wurden Fenster und Türen ausgetauscht, eine andere Lüftung installiert und ein Windfang mit Raucherkabine im Hof eingebaut. Im Innenhof gab es Umbauten für einen Fahrradständer mit Überdachung und ein Sichtschutzzaun wurde angebracht. Die Arbeiten konnten nicht während des laufenden Betriebs stattfinden – deshalb mussten Konsumenten vorübergehend wieder auf das mobile Angebot mit Drogenkonsum- und Beratungsbus auf dem Cäcilienhof ausweichen, das dafür wieder in Betrieb genommen wurde.

Um den mobilen Drogenkonsumraum hatte es zuletzt viel Wirbel gegeben. Der Bus wurde mehrfach angezündet.

Drogen nehmen auf 126 Quadratmetern: Das ist der Konsumraum der Stadt Köln

Mit dem Angebot im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes erhalten Konsumenten illegaler Drogen ein dreifaches Angebot bestehend aus Gesundheits-, Überlebens- und Ausstiegshilfen. Auf einer Fläche von insgesamt 126 Quadratmetern gibt es zwei hygienische Konsumräume mit je sechs Plätzen für inhalativen und intravenösen Konsum, je einer Ausgabe, Räumen für Beratung und medizinische Versorgung, einen Aufenthaltsraum, eine Teeküche, ein barrierefreies Bad, ein WC sowie eine Dusche. Die Konsumplätze sind für Mitarbeiter vollkommen einsehbar, Rettungsdienste haben jederzeit ungehinderten Zugang. Die Utensilien für den Drogenkonsum werden kostenfrei bereitgestellt. Die sachgerechte Entsorgung wird übernommen.