Ab Herbst 2022: Stadt Köln plant Lastenradverleih – in diesen Veedeln

Im Rahmen der großen Mobilitätswende hat die Stadt Köln sich erneut etwas einfallen lassen, um die Bürger weg vom Auto zu treiben. Die jüngste Idee: ein Lastenradverleihsystem.
Lastenrad
Ein Lastenradfahrer. Foto: Inga Kjer/dpa
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Ein Lastenradfahrer. Foto: Inga Kjer/dpa

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Montag die Durchführung eines zweijährigen Pilotversuchs für ein KVB-Lastenradverleihsystem in den Stadtteilen Nippes, Deutz und Neubrück beschlossen. Damit sollen bereits ab Herbst 2022 zielgruppenspezifische Angebote und Standorte getestet werden. Auf diesen Erfahrungen aufbauend wird im 1. Halbjahr 2023 eine Beschlussvorlage zum stufenweisen Aufbau eines dauerhaften, stadtweiten KVB-Lastenradverleihsystems dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.

Lastenradverleih in Köln bald in diesen Stadtteilen

Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) erstellte hierzu ein Stufenkonzept. Darin wurden anhand verschiedener Kriterien drei Stadtteile ermittelt, die sich auf Grund der soziodemographischen Struktur besonders gut für eine Testumgebung eignen: Nippes, Deutz und Neubrück. Hier soll ein flächendeckendes Stationsnetz mit insgesamt 15 Lastenrädern etabliert werden. Zunächst soll pro Station ein Lastenrad bereitgestellt werden. Alle Fahrzeuge werden mit einer elektrischen Tretkraftunterstützung ausgerüstet sein.

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Damit erweitert die Verwaltung das vorhandene Angebot an nachhaltigen Mobilitätsalternativen. Bereits im Pilotversuch soll das Lastenradverleihsystem in den VRS-Tarif integriert werden: allen ÖPNV-Abokunden (inklusive Job-, Großkunden und Semestertickets ab 18 Jahre) werden mindestens 90 Freiminuten pro Woche gewährt, um beispielsweise den Wocheneinkauf zu erledigen.

Die Verwaltung ist davon überzeugt, dass eine Ergänzung der KVB-Fahrradverleihflotte um Lastenräder sinnvoll ist. Die ungebrochen hohe Nachfrage nach der Lastenradförderung, die die Stadt Köln anbietet, ist ein Indiz für den hohen Bedarf an dem Verkehrsmittel „Lastenrad“. Die Kosten des Pilotversuchs belaufen sich auf insgesamt 300.000 Euro und können zu einer geringeren Gewinnausschüttung der Stadtwerke Köln an den städtischen Haushalt führen.

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