Kulinarik zwischen DJ-Pult und Palmen: Im „Riva“ kommen Côte-d’Azur-Vibes auf

St. Tropez oder Düsseldorf? Im Riva im Düsseldorfer Medienhafen besteht definitiv Verwechslungsgefahr. Wir haben das wohl exklusivste Restaurant der NRW-Landeshauptstadt getestet und verraten, was euch hier neben Chandon-Spritz, Trüffel-Tagliarini und Live-Musik sonst noch erwartet.

Palmenblätter wehen leise im Wind und auf die Terrasse fällt ein helles Sommerlicht unter die großen weißen von Chandon-Spritz gesponserten Schirme. Die ersten Gäste nehmen um kurz nach 12 Uhr auf Bast- und Rattanstühlen Platz, um Salate, Bruschetta oder den ersten Aperitif zu ordern – St.- Tropez-Vibes mitten in Düsseldorf!

Im Riva am Zollhof 11 lassen es sich nicht nur Stars wie Heidi Klum und Tom Kaulitz regelmäßig gutgehen. Das großangelegte Restaurant mitten im Medienhafen lockt werktags zahlreiche Geschäfts- und Medienleute auf die üppige Terrasse, die übrigens auch während der kalten Monate als Wintergarten geöffnet hat, oder ins Lokalinnere, wo Gäste an mächtigen Teakholztischen auf bequemen Samt – und Lederstühlen Platz nehmen und sich eine Pause vom mehr oder weniger stressigen Alltag gönnen.

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Riva Düsseldorf: Speisekarte bietet kulinarischen Hochgenuss für jedermann

Auf der Karte finden Gäste altbewährte sowie eigens vom Riva kreierte Speisevorschläge vom Allerfeinsten. Zu den Klassikern zählen etwa der Ceasar’s Salad mit Parmesan, Sardellen und Crôutuns (18,90 Euro) oder wahlweise mit Hühnchen oder Gambas (24,90 Euro) und das Vitello Tonnato (25,90 Euro). Sardinen aus der Dose auf Schwarzbrot mit Butter gibt es im Riva übrigens für stolze 26 Euro.

Zu den exquisiteren Speisen auf der Karte gehören der Kaviar-Toast (Preisspanne 29,90 bis 335 Euro) oder die Riva’s Kaviar Sandwichschnitte für 115 Euro. Bei letzterem sind noch Cheddarkäse und Lachs dabei. Wer es bodenständiger mag, ist im Riva aber auch mit Pizza und Pasta gut bedient. Eine Pizza Margherita gibt es im Riva für erschwingliche 16 Euro, eine Penne Arrabiata kostet 19,50 Euro. Trüffelfans sollten unbedingt die Tagliarini mit frischem Trüffel (28,90 Euro) probieren. Auch der Caesar’s Salad ist vom Dressing bis zum kross angebratenen Hähnchenfleisch ein absoluter Hochgenuss und kommt in einer guten Portion daher. Für jene Gäste, die es ausgefallener auf ihren Tellern mögen, warten Risotto mit Edelfischragout, Fenchel und Safran oder Tuna Tataki „New Style“ auf der Speisekarte, die ihr hier in Gänze einsehen könnt.

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Zu den Gängen werden auf Wunsch passende Weine der internationalen Weinkarte gereicht. Das Champagner-Angebot ist nicht zu übertreffen und bietet eine Vielzahl der beliebtesten Sorten von Moët bis Dom Pérignon. Auf der Cocktailkarte warten Klassiker und kosmopolitische Eigenkreationen des Riva.

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Dieses Duo steckt hinter dem Riva am Düsseldorfer Medienhafen

Doch wer steckt hinter dem angesagten Szene-Restaurant mit dekorativen XXL-Champagnerflaschen, schwarzem Piano und DJ-Pult mitten im Medienhafen? „Mein Geschäftspartner und ich haben das Riva 2013 übernommen. Es hieß vorher schon Riva und die alten Besitzer hatten damals Insolvenz angemeldet“, erklärt uns René Paganetti (46) beim Ortsbesuch an einem warmen Juli-Mittag. Den Namen des Lokals haben die Gastronomen – trotz Insolvenz der Vorbesitzer – übernommen.

Sie haben dem Riva 2013 wieder neues Leben eingehaucht: René Paganetti (l.) und Michele Salamone. Foto: privat

„Ich habe in der Stadt damals immer wieder gehört, wie Leute sich auf ‚das neue Riva‘ gefreut haben, als klar war, dass der Laden wieder aufmachen wird. Deswegen wollten wir den etablierten Namen beibehalten“, so Paganetti. Der Deutsche mit italienischen Wurzeln ist in der Gastronomie aufgewachsen. Seine Eltern betreiben einen Landgasthof im Westerwald (Rheinland-Pfalz) und auch sein Partner Michele Salamone (63) ist Gastronom seit eh und je, betrieb 17 Jahre die nach ihm selbst benannte Trattoria „Michele“ auf der Duisburger Straße in Düsseldorf-Pempelfort.

Er sorgt für Stimmung und guten Service, Paganetti für gleichbleibende Qualität in der Küche. Salamone war in seiner Trattoria bekannt dafür, dass ab einer bestimmten Uhrzeit die Tische an die Wand geschoben wurden, damit er in der Mitte des Lokals am Mikrofon singen konnte. Dazu haben die Gäste auf den Tischen getanzt, wie uns eine Riva-Angestellte beim Termin von den alten Zeiten berichtet.

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Riva-Chef René Paganetti kochte jahrelang auf hoher See

René Paganetti zog es nach seiner Kochlehre in die weite Welt, er arbeitete im Sonora, einem der gefragtesten Beach-Restaurants Mallorcas und danach über fünf Jahre auf einer Segelyacht einer gut betuchten Familie. „Die Sommer haben wir immer auf dem Mittelmeer verbracht, die Winter in der Karibik oder vor den Seychellen“, erinnert sich René Paganetti an die wohl abenteuerlichste Zeit, die er als (mittlerweile Meister-) Koch erleben durfte. Das Beste an dieser Zeit war wohl aber die Begegnung mit seinem heutigen Geschäftspartner Michele. „Eines Tages war er bei uns an Bord zu Gast. Ich habe für ihn gekocht. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden“, lässt er den Moment des ersten Kennenlernens Revue passieren.

Einige Jahre später habe man sich ausgerechnet auf der Bootsmesse in Düsseldorf („boot„) wieder getroffen. „Da haben wir dann beschlossen, das Riva gemeinsam neu zu eröffnen. Michele hatte sein Lokal gerade geschlossen, weil er nach 17 Jahren eine Pause brauchte und auf Weltreise gehen wollte.“ Aus der anfänglich ein Jahr lang geplanten Reise wurden nur drei Monate. „In der Zeit habe ich hier die Umbauarbeiten koordiniert, wir haben auch das Logo komplett neu designt“, erklärt der 46-Jährige.

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Kennengelernt auf dem Boot, Geschäftsidee auf der Bootsmesse geschmiedet und schließlich ein Lokal eröffnet, dessen Namen an die noble Holz-Yachtmarke „Riva“ erinnert: Diese herrliche Entstehungsgeschichte könnte kein ZDF-„Traumschiff“-Autor besser schreiben!

Im Riva wird der Genuss gefeiert und das Feiern genossen

Das mediterrane Flair ihrer ersten Begegnung halten Paganetti und Salamone im Riva gut fest. Denn bei Lounge-Musik und edlen Drinks unter weißen Schirmen kommen definitiv Urlaubs-Gefühle auf, sodass man glatt vergisst, dass man sich in einer Großstadt mitten in Deutschland befindet. Und: Wie uns der Chef berichtet, können die Abende im Riva schon mal etwas länger gehen. „Dienstags kommen viele von der Afterwork-Party am Pebble’s zu uns herüber.“ Auch an den Wochenenden wird je nach Lust und Laune nach dem Essen gefeiert. Dienstags, freitags und samstags legt ein DJ im Riva auf. Da wandern auch schon mal ein paar Champagnerflaschen mit Wunderkerzen durchs Lokal. Schließlich lautet das Restaurant-Motto: „Hier wird der Genuss gefeiert und das Feiern genossen!“

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Heidi Klum und Co.: Diese Promis besuchten bereits das Riva in Düsseldorf

Diesen exklusiven Vibe lieben nicht nur gut situierte Düsseldorfer, sondern auch internationale Stars und Sternchen. So lassen sich im Riva regelmäßig Persönlichkeiten aus der bunten Welt des Funk und Fernsehens sowie des Fußball-Universums blicken. Auf der großen Fotowand im Keller könnt ihr die prominenten Riva-Gäste bestaunen – darunter Heidi Klum, Günther Jauch, Micaela Schäfer, Oliver Kahn, Til Schweiger, Reiner Calmund, Joan Collins, Ralf Möller und natürlich die Geissens!

Was lieben die Gäste am Riva? „Es ist der persönliche Kontakt. Die Stars lieben es, dass wir sie so behandeln wie normale Menschen. Die normalen Menschen lieben es, dass wir sie behandeln wie Stars.“ Tatsächlich: Viele „herkömmliche“ Gäste werden beim Mittagstisch mit Vornamen begrüßt und an ihrem Lieblingstisch platziert. Die Getränke kommen automatisch und ohne vorherige Bestellung an den Tisch – man kennt sich im Riva. „Seien wir ehrlich: Das lieben wir alle, wenn der Keller oder die Kellnerin uns kennt und weiß, was wir wollen“, stellt René Paganetti fest. Er scheint Recht zu haben, denn schon um 12.30 Uhr ist die Riva-Terrasse an einem gewöhnlichen Montag prall gefüllt.

Riva auf einen Blick

  • Adresse: Zollhof 11, 40221 Düsseldorf
  • Öffnungszeiten: mo-fr 12-1 Uhr, sa 17.30-1.30 Uhr, so 12-24 Uhr

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