Neues Opernhaus in Düsseldorf kommt an die Heinrich-Heine-Allee

Die Diskussion am Mittwoch war hitzig, am Ende aber gab es eine breite Mehrheit für den Standort der neuen Oper in Düsseldorf. Der Bau wird teuer.
Opernhaus Oper Düsseldorf
Der Ideenwettbewerb zum neuen Opernhaus in Düsseldorf soll erst 2025 abgeschlossen sein. Hier eine von vielen Design-Studien. Foto: HHA ingenhoven associates, Düsseldorf mit West 8, Rotterdam
Der Ideenwettbewerb zum neuen Opernhaus in Düsseldorf soll erst 2025 abgeschlossen sein. Hier eine von vielen Design-Studien. Foto: HHA ingenhoven associates, Düsseldorf mit West 8, Rotterdam

Grünes Licht für die Oper an der Heinrich-Heine-Allee: Nach einer längeren, teils temperamentvollen Diskussion, hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf für den Standort an der Landskrone und die Umsetzung eines Neubaus des Opernhauses gestimmt. CDU, FDP und die SPD stimmten dafür, dagegen waren die Grünen, die Linken, die AfD und weitere Kritiker. Die Kosten des Neubaus könnten bei über 700 Millionen Euro liegen.

Bis es soweit ist, wird jedoch noch einiges Wasser den Rhein hinab fließen: Mit dem Beschluss starten nun erstmal die Vorbereitungen zu einem Architekten- und Ingenieurwettbewerb für das „Opernhaus der Zukunft“, dessen Ergebnisse im zweiten Quartal 2025 (!) feststehen sollen.

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Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller zeigt sich trotz aller Kritik zufrieden mit dem Ergebnis – und stellt klar, dass die neue Oper keine Luxus-Spielstätte werden soll: „Wir wollen Qualität, keinen Luxus. Die Oper soll eine neue Begegnungsstätte werden, die alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer und Menschen von außerhalb einlädt, Kultur und Kunst zu erleben.“ Dabei ordnete er die neue Oper auf einer Ebene mit Leuchtturmprojekten wie dem Rheinufertunnel und dem Kö-Bogen ein.

Opernhaus in Düsseldorf: Teure Investition in die Zukunft

Opernhaus Oper Düsseldorf

Ein erster Eindruck, wie sich das neue Opernhaus in Düsseldorf in die nähere Umgebung an der Heinrich-Heine-Allee integrieren könnte. Grafik: HHA ingenhoven associates, Düsseldorf mit West 8, Rotterdam

Als „nachhaltige Investition in die Zukunft“ beschreibt auch die Stadt Düsseldorf das kostspielige Projekt: Das Gartendenkmal Hofgarten soll durch den Opernneubau aufgewertet werden und langfristig an Attraktivität gewinnen. Zwischen Heinrich-Heine-Allee und Grabbeplatz wird darüber hinaus ein neues Kulturensemble aus Opernhaus der Zukunft, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20) und der Kunsthalle geschaffen.

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„Ein innovatives Konzerthaus mit moderner Architektur, neuester technischer Infrastruktur und öffentlich zugänglichen Flächen mit Weitblick über die City schafft für uns die Anziehung und internationale Strahlkraft, die Düsseldorf als Kulturmetropole und Landeshauptstadt gerecht wird. Ein Neubau ist alternativlos“, sagte OB Keller weiter.

Deutsche Oper am Rhein muss umziehen

Für die Deutsche Oper am Rhein bedeutet der Neubau einen längeren Umzug – hierüber soll eine Machbarkeitsstudie etwaige Termin- als auch die Kostenrisiken beziffern. Die Bauherrenfunktion wird das städtische Tochterunternehmen Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) übernehmen.

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Der Zeitplan der Stadtverwaltung sieht vor, dass der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf im ersten Quartal 2024 über den Bedarf einer Interimsspielstätte abstimmt und im zweiten Quartal 2024 die Auslobung des Architekten- und Ingenieurwettbewerb beschließt.