Pünktlich zum „Car-Freitag“ in Düsseldorf: Harte Strafen für Autoposer- und Tuning-Szene beschlossen

Bis zu 10.000 Euro Strafe drohen Wiederholungstätern nun in Düsseldorf. Das gaben die Stadt und Polizei kurz vor dem kritischen Osterwochenende bekannt, zu dem sich die Autoposer-Szene besonders gerne innerhalb der Landeshauptstadt versammelt.
Car-Freitag Polizei
Eine Polizistin kontrolliert am "Car-Freitag" die Reifen eines getunten Autos. Foto: Caroline Seidel/dpa
Car-Freitag Polizei
Eine Polizistin kontrolliert am "Car-Freitag" die Reifen eines getunten Autos. Foto: Caroline Seidel/dpa

Das Osterwochenende steht vor der Tür – und damit auch die Autoposer- und Tuning-Szene in den Startlöchern: Diese lässt von „Car-Freitag“ bis Ostermontag besonders gerne die Motoren in der Landeshauptstadt aufheulen. Dabei präsentieren sie ihre hochgezüchteten PS-Monster und schnieken Sportwagen in aller Öffentlichkeit wie etwa beim Cruisen auf der Düsseldorfer Königsallee.

Mit dem Ärgernis vieler Bürger soll nun Schluss sein, denn die Autoposer-Szene ist längst auch ein Dorn im Auge von Politik und Polizei: Wer mit seinem hochmotorisierten Fahrzeug für Belästigungen und Gefahr in der Innenstadt sorgt, dem drohen in Zukunft bis zu 10.000 Euro Strafe. Dieses Zwangsgeld für Wiederholungstäter ist dann fällig, wenn bei mehrfachen Verstößen auch außenstehende Personen gefährdet werden – ansonsten liegt die Strafe bei Wiederholung bei 5000 Euro.

Bisherige Strafen gegen Autoposer wirkungslos

Noch bis November 2021 kamen die meisten Fahrer aus der Szene mit Strafen von 10 bis 80 Euro davon – viel zu wenig, meint auch Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU): „Die Autoposer stellen für unsere Bürgerinnen und Bürger eine große Belästigung dar – und sind durch ihre oftmals zur Schau gestellte Rücksichtslosigkeit eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir als Stadt gemeinsam mit der Polizei gegen diese Szene vorgehen. Die neu eingeführten Zwangsgelder sind dabei hoffentlich ein wirksames und abschreckendes Mittel, diesen Menschen zu zeigen, dass Düsseldorf nicht der richtige Ort für sie und ihre Autos ist.“

Zudem droht Dezernent Christian Zaum mit intensiven und für NRW „einzigartigen“ Kontrollen, welche das Umdenken in der Szene weiter forcieren sollen. „Wir arbeiten sehr eng mit der Polizei zusammen, um unsere Straßen wieder sicherer und vor allem ruhiger zu machen.“

Ob es für die Fahrer der Luxus-Fahrzeuge nun wirklich einen Unterschied macht, ob sie (im schlimmsten Fall) zehntausend Euro Strafe oder lediglich 80 Euro zahlen müssen, wird sich mit der Zeit zeigen. Fest steht aber: In ihrer Schärfe und Höhe sind die nun festgesetzten Strafen bislang einzigartig in NRW. Und so wurde schon gegen 15 auffällig gewordene Fahrzeugführer entsprechende Ordnungsverfügungen erlassen. Nach aktuellem Stand ist noch keiner dieser Autoposer rückfällig geworden.

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