Schwanger Bauch Rauch
Foto: Shutterstock/Vikulin

Als die Kellnerin eines Raucherlokals in Wien schwanger wurde, entließ der Geschäftsführer sie kurzerhand – trotz Mutterschutz und mit einer hanebüchenen Begründung.

Sieben Monate lang war die Frau laut der „Kronen Zeitung“ in dem Lokal beschäftigt gewesen, als sie ihrem Chef die Schwangerschaft mitteilte. Der hatte dafür absolut kein Verständnis und feuerte sie mit sofortiger Wirkung. Seine Argumentation liest sich wie ein schlechter Scherz: Als Mitarbeiterin müsse sie selbst rauchen und trinken, um den Konsum der Gäste anzukurbeln.

Das Brisante: Bei einem Raucherlokal sieht die österreichische Gesetzeslage vor, dass Schwangere bis zum Beginn des Mutterschutzes bei vollem Gehalt freigestellt werden müssen. Das versuchte der Geschäftsführer aber einfach zu umgehen.

Also zog die Frau vor Gericht – und gewann den Prozess. Die Arbeiterkammer Wien erstritt für die Frau den vollen Lohn bis zum Beginn des Mutterschutzes sowie fehlendes Geld für Überstunden in Höhe von insgesamt 7200 Euro.

Doch damit nicht genug: Zusätzlich kam noch heraus, dass die Frau nur als geringfügig Beschäftigte angemeldet war und der Arbeitgeber das mit schlecht gefälschten Lohnzetteln zu verschleiern versucht hatte. Da es einer Kollegin der ungerecht behandelten Frau ähnlich ergangen sein soll, vermutet das Gericht „Schwarzarbeit im großen Stil“. Na dann mal prost Mahlzeit!