Alaska Rettung 23 Tage
Foto: Screenshot Facebook/Alaska State Troopers

Wenn man in Alaska lebt, ist Kälte eigentlich nichts, was einen schocken kann. Wenn man aber wie Tyson Steele über drei Wochen im Schnee feststeckt und zunächst lange vergeblich auf Rettung wartet, sieht das doch anders aus.

Wie der US-Sender „NBC“ berichtet, musste der 30-Jährige seit Mitte Dezember insgesamt 23 Tage alleine bei Minusgraden ausharren, bis dann endlich Hilfe gerufen wurde und Steele doch noch gerettet werden konnte.

Steele gab aber zu, dass er zumindest eine Mitschuld an seine Situation getragen hat. Innerhalb kürzester Zeit begann die Holzhütte, in der der US-Amerikaner lebte, an zu brennen, nachdem er ein Stück Karton in seinen Holzofen warf.

Facebook

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Facebook angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren:
zur Datenschutzseite

Beitrag laden

 „Ich wusste, dass das ein Problem ist. Ich hatte mein ganzes Leben lang Holzöfen, ich wusste, dass man das eigentlich nicht macht. Ein Funken ist dabei in Richtung Dach geflogen“, sagte der 30-Jährige.

Daraufhin entzündete sich das komplette Dach und Steele musste schnell fliehen. Gerade so kam er noch dazu, einige wichtige Sachen einzupacken. Unter anderem nahm er einige Decken mit, auch Schlafsäcke und Jacken schnappte er noch.

„Als ich raus ging, war eigentlich schon alles am Brennen“, erklärte Steele. Sein sechs Jahre alter Labrador hatte es nicht mehr rechtzeitig geschafft: „Mir fehlten dann die Worte. Alles, was ich machen konnte, war schreien, einfach nur schreien.“

Wenn er gedacht hat, dass es schlimmer nicht mehr kommen könnte, sah sich der Mann aus Alaska aber getäuscht. Die nächste besiedelte Nachbarschaft ist rund 30 Kilometer von Steeles Hütte entfernt, nur per Flugzeug kommt man aus der Wildnis heraus.

Weil sein Handy nicht funktionierte, war der 30-Jährige komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Er ernährte sich in der Folge von Erdnussbutter und Konservendosen, die noch nicht durch das Feuer zerstört wurden.

Dabei stellte Steele die Rechnung auf, dass seine Vorräte für 30 Tagen reichten, wenn er nur zwei Dosen am Tag isst. Appetitlich war’s ohnehin nicht. „Die Sache war, dass etwa die Hälfte der Dosen heiß wurde und sich geöffnet haben. Der Qualm hat sich darin festgesetzt“, sagte er.

Mit einigen Holz-Überresten aus seinem Hütte und Planen konnte er sich notdürftig eine zeltähnliche Konstruktion zusammenschustern. Darin versuchte er dann möglichst viel zu schlafen – auch weil es viel mehr ohnehin nicht zu tun gab.

Letztlich rettete ein Anruf von einem Freund Steele womöglich das Leben. Der meldete sich bei der örtlichen Polizei und bat sie nach seinem Freund zu sehen, weil seit Wochen jedes Lebenszeichen von ihm fehlte.

Daraufhin suchte die Luftrettung nach Steele. Er machte deutlich auf sich aufmerksam – „SOS“ schrieb er in großen Lettern in den Schnee. Dadurch fanden ihn die Mitarbeiter des Rettungsdienstes und brachten ihn in Sicherheit. Steele ist inzwischen bei seiner Familie in Salt Lake City untergekommen.