Schüsse in Schule in Kalifornien
Foto: Sarah Reingewirtz/The Orange County Register/dpa

Ein von einer Schülerin verfasstes Gedicht über ihre Ängste ist wenige Tage nach tödlichen Schüssen an einer Schule in Kalifornien viral gegangen.

„Liebes Columbine, liebes Parkland, liebes Sandy Hook, (…) Könntet Ihr mir sagen, wie ihr aufgestanden seid, an einem Morgen, nachdem alles vorüber war. Könntet Ihr mir sagen, wie ich meine Ängste bekämpfen soll“, schrieb Jilli Spencer in einem Facebook-Beitrag in Anspielung auf Orte von ähnlichen Bluttaten an Schulen. Der Post wurde seit Freitag mehr als 23.000 Mal geteilt.

Die 17-Jährige besucht laut dem US-Sender CNN eine Schule im gleichen Schulbezirk wie die betroffene Saugus High School in Santa Clarita. Spencer befand sich auf dem Parkplatz ihrer Schule, als diese wegen des Vorfalls abgeriegelt wurde.

„Ich möchte immer noch aufstehen. Ich will nicht mit dieser Angst (in) meiner Brust leben. Dieses Schuldgefühl. Ich war nicht da. Ich war (weiter) unten auf der Straße. In der Hoffnung, dass sie nicht zu mir kommen. (…) Könnt Ihr mir sagen, wie (…) man weitermachen soll? Wie soll ich zur Schule gehen, wenn meine Mitschüler es nicht mehr können“, heißt es in dem Gedicht weiter, das Spencer in der Nacht nach den Schüssen in der Schule verfasste.

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„Ich habe es aufgeschrieben, weil ich (das) sagen wollte“, sagte Spencer CNN. „Als ich es zum ersten Mal las, habe ich geweint“, erzählte ihre Mutter Gina Borges Spencer. „Ich war sehr stolz darauf, dass sie es in Worte gefasst und geschrieben hat und gesagt hat, was viele Leute denken und fühlen.“

Ein 16-Jähriger hatte am Donnerstag in seiner Schule bei Los Angeles das Feuer eröffnet und zwei Mitschüler erschossen. Bei den Toten handelte es sich nach Mitteilung der Polizei um eine 15-Jährige und einen 14-Jährigen. Am Freitag erlag der mutmaßliche Schütze seinen Verletzungen. Drei weitere Schüler wurden verletzt.

Quelle: dpa