Lili Paul-Roncalli
Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Lili Paul-Roncalli ist die große Bühne gewöhnt. Als Tochter des bekannten Circus-Roncalli-Chefs Bernhard Paul stellt sie als Artistin Tag für Tag ihre Beweglichkeit unter Beweis. Jetzt geht es aufs Tanzparkett.

Warum ihr Beruf als Zirkusartistin allerdings nicht unbedingt ein Vorteil für die „Let’s Dance“-Bühne ist, verrät sie im RTL-Interview.

Wieso sind Sie bei „Let’s Dance“ dabei?
An „Let’s Dance“ reizt mich die Herausforderung. Ich glaube, dass viele Menschen denken ich habe einen Vorteil, weil ich als Artistin auftrete. Tanzen ist aber nochmal etwas ganz anderes. Ich hätte gedacht, dass mir das Tanzen leichter fallen wird, aber da habe ich mich geirrt.

Sie haben schon angefangen, sich auf „Let’s Dance“ vorzubereiten. Wie sieht das aus?
Ich mache viel Ausdauertraining, trainiere die Beine und die Arme – eigentlich alles ein bisschen. Es geht einfach darum, dass man fit ist. Ich war vorher nicht unfit aber ich trainiere in eine bestimmte Richtung. Ich trainiere das Verbiegen und die Balance. Es ist nochmal etwas anderes, stundenlang zu tanzen. Darauf muss ich mich auch noch vorbereiten.

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Im Zirkus tanzen Sie zum Schluss immer, oder?
Genau, im Zirkus tanzen wir am Ende mit dem Publikum Walzer. Ich habe mich jahrelang davor gedrückt und lieber mit Kindern getanzt, weil es dann nicht auffällt, dass ich es nicht wirklich kann. Ich habe schon im Training gemerkt, dass der Walzer eine Herausforderung ist. Mein Vater hat als Österreicher nur mit dem Kopf geschüttelt. Der war von meinem Walzer nicht so überzeugt.

Was ist Ihr Ziel bei „Let’s Dance“?
Mein Ziel ist es, im Tanzen so gut wie möglich zu werden und soweit wie möglich zu kommen. Ich glaube es wäre eine Lüge, wenn man behaupten würde, dass man nicht gewinnen will. Aber natürlich ist es auch okay, wenn ich nicht gewinne. Ich möchte einfach so gut im Tanzen werden, wie ich nur kann.

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Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?
Das ist schwierig. Natürlich bin ich mit Bekanntheitsgrößen in einer Show. Mir ist auch klar, dass ich keinen großartigen Bekanntheitsgrad in Deutschland habe. Da man durch Telefonanrufe weiterkommt, schätze ich meine Chancen nicht so gut ein, aber ich werde alles geben, soweit zu kommen, wie es nur geht.

Sind Sie bereit für das harte Training?
Um ehrlich zu sein freue ich mich auf das harte Training. Training ist etwas, das ich seit dem Kindesalter kenne. Angst habe ich noch nicht davor, sondern Vorfreude.

Haben Sie jetzt ausschließlich Zeit für „Let’s Dance“?
Ich konzentriere mich voll und ganz auf „Let’s Dance“. Ich habe mir die Zeit freigenommen und muss nicht arbeiten. Ich möchte das Beste, das ich geben kann auch investieren. Ich glaube es wird schwierig, wenn man sich zu viel vornimmt.

Herr Llambi äußert manchmal sehr harte Kritik. Wie gehen Sie damit um?
Mein Papa ist ein harter Kritiker, daher kenne ich das schon. Ihm fällt einfach jede Kleinigkeit auf. Ich habe natürlich Respekt davor, weil ich es nicht gewohnt bin direkt nach einem Auftritt kritisiert zu werden. Aber ich glaube, dass es mir im Laufe der Staffel nur helfen wird.

Welchen Tanzpartner wünschen Sie sich?
Ich hoffe, dass der Tänzer ein bisschen größer ist als ich. Ich glaube, ich brauche einen strengen Tanzlehrer, aber auch jemanden der Geduld hat, damit er mein Temperament aushält.

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Tanzen kann sehr sinnlich sein. Können Sie sich vorstellen, dass es auf der Tanzfläche romantisch wird?
Auf der Tanzfläche hoffe ich, dass es knistert, damit ich damit das Publikum erreiche. Man muss auf der Bühne voller Leidenschaft, Elan und Ehrgeiz und sehr präsent sein. Ich hoffe, dass es so aussehen wird, als ob es knistert.

Sie sind Artistin. Meinen Sie das verschafft Ihnen ein Vorteil?
Es kann schon ein Vorteil sein. Letztendlich will man bei „Let’s Dance“ aber nicht sehen, wie ich mich verbiege. Ich muss mich bei den Standard- oder Lateintänzen an die Vorgaben halten. Ich weiß nicht, ob ich meine Fähigkeiten da einsetzen kann. Ich bin hyperflexibel und kann mir vorstellen, dass das in manchen Situationen auch schaden kann. Natürlich bin ich auf der Bühne und in der Manege aufgewachsen, aber ein Sänger hat die gleiche Bühnenerfahrung.

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Ist Lampenfieber für Sie ein Fremdwort?
Ich stand das erste Mal in der Manege als ich ganz klein war. Ich wollte schon immer auf die Bühne. Für mich ist das eine positive Aufregung, keine, die mir richtig an die Nerven geht. Das ist bei mir mit Freude verbunden. Ich bin gespannt, wie das bei „Let’s Dance“ auf der neuen Bühne wird. Ob ich da genauso locker bin wie im Zirkus, weiß ich jetzt auch noch nicht.

Gibt es ein Ritual, das Sie vor jedem Auftritt durchführen?
Nein, ich wollte nie ein Ritual haben. Ich wollte nicht den Drang haben, etwas tun zu müssen, bevor ich die Bühne betrete. Falls mal etwas ausfällt oder man doch schneller auf die Bühne muss, würde das Ritual ausfallen. Ich glaube, dann ist man nur noch nervöser. Deswegen habe ich mir das von Anfang an abgewöhnt.

Quelle: RTL