Let's Dance Martin Klempnow Dennis aus Hürth
Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Martin Klempnow tritt bei „Let’s Dance“ ganz sicher nicht als Favorit an, aber der Comedian will sich auch nicht kampflos geschlagen geben.

Seine Handicaps sind gewaltig: Er kann überhaupt nicht tanzen, ist verletzt und auch der Fitnesszustand lässt Wünsche offen. Aber die Einstellung stimmt, behauptet der Freund von Oliver Pocher im Interview. Ob das für das RTL-Tanzformat „Let’s Dance“ reichen wird?

Wieso sind Sie bei „Let’s Dance“ dabei?
Ich habe die Frage heute schon öfter gestellt bekommen und denke immer wieder neu darüber nach. Das ist jetzt schon Therapie für mich, zu sehen, wie ich mit der gesamten Situation umgehe. Ich bringe nicht wirklich die besten Voraussetzungen mit. Ich habe massives Übergewicht, kein Taktgefühl und ein paar Blessuren – eine kaputte Schulter und kaputte Knie. Das Allerschlimmste: Ich kann nicht tanzen. Ich habe noch nie getanzt. Ich war zwar zweimal angemeldet in der Tanzschule. Beim ersten Mal war ich elf Jahre alt. Da bin ich aber lieber mit den Jungs an die Tankstelle gegangen, um Vanillemilch zu trinken. Beim zweiten Mal bin ich nach zehn Minuten rausgeflogen, weil ich mich mit einem anderen gekloppt habe.

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Wie weit wollen Sie kommen?
Wenn wir hier bei „Wünsch dir was“ wären, würde ich gerne sehr lange dabeibleiben. Ich habe mich jetzt total darauf eingelassen und werde 150 Prozent geben. Ich habe sogar mit Yoga angefangen, dabei komme ich eher aus dem Boxen. Ich schätze aber meine Chancen nicht groß ein. Das ist ein bisschen so, als ob sich eine Poco Domäne Schrankwand durch den Raum schiebt. Ich bin sehr steif. Mein Kumpel hat versucht, mir ein bisschen was beizubringen. Wir waren in der Autowerkstatt zwischen den Autos und er hat es nicht geschafft mir den Disco Fox beizubringen. Das ist wirklich eine Katastrophe.

Sie treten als Martin Klempnow an und nicht als Dennis aus Hürth. Wird man Sie das erste Mal richtig kennenlernen?
Tatsächlich ist es das erste Mal, dass ich darüber nachdenke. Ich stehe morgens auf und bin immer der Gleiche. Ich mache mir nicht so viele Gedanken darum, wie ich wahrgenommen werde. Es kann schon mal passieren, dass ich auch etwas sage, was eine Rolle von mir sagen würde. Ich spiele meine Rollen sehr gerne, da wäre es schade, wenn ich die den ganzen Tag unterdrücken müsste. Wenn man einen Spruch machen will, dann macht man ihn halt. Die Grenzen sind fließend. Ich lache privat sehr gerne und nehme mich selbst nicht ernst.

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Sie sind bekannt für Ihr komödiantisches Talent. Werden Sie bei „Let’s Dance“ auch Disziplin an den Tag legen?
Ich bin nicht nur Dennis aus Hürth. Ich bin auch Produzent, habe ein Tonstudio und bin Drehbuchautor. Mein Tag beginnt morgens um 6 Uhr und endet gerne mal nachts um 2 Uhr auf der Autobahn. Disziplin kommt von allein, wenn man etwas ernst nimmt und ich nehme „Let’s Dance“ sehr ernst.

Neben „Let’s Dance“ treten Sie auch noch auf. Wie bekommen Sie das alles unter einen Hut?
Ich lasse einfach alles auf mich zukommen. Ich glaube es ist ein großes Geschenk, dass man das machen darf und man bekommt das schon irgendwie hin. Währenddessen werde ich auch trotzdem noch meine Parts in der „heute-show“ übernehmen, Samstag und Sonntag gehe ich mit „Dennis“ auf Tour und mache noch meine „Dennis ruft an“-Folgen für 1LIVE. Aber das werde ich schon irgendwie hinkriegen. Außerdem muss ich zwischendurch noch den Müll rausbringen und die Spülmaschine ausräumen.

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Sind Sie kritikfähig?
Ich bin absolut nicht kritikfähig. Alles andere wäre eine Lüge. Ich denke, ich werde zerrissen werden von Herrn Llambi. Dann kann ich aber auch sagen, dass er Recht hat. Das ist auch ein Wettbewerb. Ich möchte nur, dass meine Tanzpartnerin zufrieden ist und sagt, er hat alles gegeben. Ich habe jetzt schon großen Respekt vor ihr. Ich glaube, es ist sehr schwierig, wenn man das als Leistungssport betreibt und dann einem Turm wie mir das Tanzen beibringen soll.

Was denken Sie über Laura Müller, die auch dabei ist?
Es ist erstaunlich, dass jemand mit 19 Jahren solche Aufmerksamkeit bekommt, weil sie sich an die Seite eines anderen Menschen stellt. Ich habe natürlich meine persönliche Meinung dazu, aber in Köln sagen wir: „Jeder Jeck ist anders!“ In erste Linie ist sie eine Mitstreiterin. Ich glaube, dass sie das verdammt gut machen wird. Ansonsten gehört sie für mich zur Abteilung Klatsch und Tratsch. Mir wäre es lieber, Laura Müller wäre ein Fußballspieler, dann würde mich das auch wirklich interessieren, was da immer so abgeht.

Sie sind mit Oliver Pocher befreundet, der letztes Jahr dabei war. Hat er Ihnen schon Tipps geben können?
Oli gibt dir Tipps, selbst wenn du sie nicht hören willst. Er hat mir gute Tipps gegeben, aber ob ich sie annehmen will, weiß ich noch nicht.

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Gibt es eine Profitänzerin, mit der Sie besonders gerne tanzen würden?
Die Frage kann ich nicht mehr hören, sogar meine Zahnärztin und die Bäckerin haben mich schon gefragt. Ich kann froh sein, dass überhaupt einer Bock hat, das mit mir zu machen.

Tanzen kann sehr sinnlich sein. Können Sie sich vorstellen, dass es auf der Tanzfläche knistern wird?
Das ist wie bei Schauspielern. Wenn du eine Rolle spielst, bist du für einen Tag verliebt. Ich hoffe sehr, dass es einen knisternden Moment gibt. Ich würde gerne so rüberkommen, aber dann denken die Leute wieder, das ist ein Witz. Ich bin sehr unromantisch. Ich sag dann abends, komm lass uns lecker essen gehen und dann landen wir im McDrive.

Quelle: RTL