Dieter Hallervorden
Foto: Fabian Sommer/dpa

Kabarettist Dieter Hallervorden hat erneut für die Öffnung von Theatern in der Corona-Krise geworben. Er halte die Schließung für unverhältnismäßig. „Warum dürfen Friseursalons öffnen und Bühnen müssen schließen?“, fragte Hallervorden in einem Beitrag, der am Montagabend in der rbb-„Abendschau“ gezeigt wurde.

„Ich meine, Friseure kommen ihren Kunden ja deutlich näher als die Schauspieler ihren Zuschauern“, sagte Hallervorden. Er finde es wichtig, dass sich die Regierung darum bemühe, dass die Gesunden nicht krank würden. „Aber doch bitte nicht an der falschen Stelle.“

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Wegen der Pandemie müssen Theater, aber zum Beispiel auch Kinos, Museen und Restaurants bis Monatsende schließen. Läden bleiben offen. Hallervorden geht beim Berliner Verwaltungsgericht gegen die vorübergehende Schließung seines Schlosspark Theaters vor. Eine Entscheidung steht noch aus.

Psychologen hätten erklärt, wie Menschen litten, wenn ihnen Kultur genommen werde, sagte Hallervorden. Für ihn komme es nicht infrage, sein Theater in so schweren Zeiten im Stich zu lassen. „Ich habe gewisse Rücklagen. Und die bin ich bereit zu opfern. Zum Wohl des Theaters und ganz besonders auch für unsere Zuschauer.“

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Zuletzt sorgte Hallervorden für Schlagzeilen, als er unter einem der Kostüme in der zweiten Staffel von „The Masked Singer“ steckte. Das war für viele Zuschauer überraschend, weil Hallervorden mit 85 Jahren in Zeiten der Corona-Pandemie zur Risikogruppe zählt. Zum Auftakt der dritten Staffel gehörte er dann dem Rateteam an.

Quelle: dpa