Alarmanlage Zahlenschloss Code
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Im Urlaub ist das Hotelzimmer der Ort, an dem man seine persönlichen Dinge aufbewahrt. Es fühlt sich an wie ein Zuhause auf Zeit – und leider ist auch dort Diebstahl möglich. Geld weg, Schmuck weg, Kamera weg: Das vermiest die Reise gründlich. Mit ein paar Tipps und der richtigen Verhaltensweise können Urlauber das Risiko eines Diebstahls jedoch deutlich minimieren.

Wenn es im Zimmer einen Safe gibt, sollte man diesen grundsätzlich nutzen. Dazu rät zum Beispiel die Hotelkette Best Western. Das setzt jedoch voraus, dass der Gast die Funktionsweise des Safes kennt und beherrscht. Bei Problemen sollte er das Personal ansprechen. Den Code legt man individuell fest. Die Zimmernummer sollte es nicht sein.

Wenn ein Dieb pro Sekunde eine Kombination schafft, braucht er für das Öffnen eines Zahlenschlosses mit vierstelligem Code maximal 170 Minuten. Denn bei einem Schloss mit vierstelligem Code gibt es 10.000 Zahlenkombinationen, bei der Berechnung in unter drei Stunden zu meistern.

In vielen Zimmern ist der Safe allerdings sehr klein. Größere Gegenstände von relevantem Wert sollten daher im Zimmer möglichst versteckt werden, etwa im Koffer oder Kleiderschrank. Denn Diebe haben oft nicht viel Zeit. Wenn sie auf den ersten Blick nichts entdecken, verliert das Zimmer an Attraktivität. Darauf weist Oliver von Dobrowolski von der Präventionsabteilung des Landeskriminalsamts Berlin hin. Besonders wertvolle Gegenstände kann man auf Nachfrage auch im Tresor an der Rezeption aufbewahren lassen.

In den meisten Hotels kann der Gast mit einem Schild an der Tür das Personal darauf hinweisen, dass er nicht gestört werden möchte. Diebe schreckt der Hinweis aber nicht unbedingt ab. Sie klopfen einfach an der Zimmertür. Rührt sich nichts, ist das Zimmer wahrscheinlich leer. Schaden könne es aber nicht, dass Bitte-nicht-stören-Schild von außen an die Tür zu hängen, sagt von Dobrowolski. Allerdings kann es dann sein, dass das Hotelpersonal das Zimmer nicht reinigt.

Quelle: dpa