Polizei bei Fußballspiel in Honduras
Foto: Victor Colindres/La Tribunal/AP/dpa

Bei einer Auseinandersetzung zwischen
rivalisierenden Ultras in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa sind vor
einem Fußball-Derby mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und elf weitere
verletzt worden.

Das berichteten lokale Medien. Das Spiel zwischen dem Club Olimpia Deportivo und dem FC Motagua wurde am Samstagabend abgesagt, wie die Zeitung „El Heraldo“ berichtete.

Zu den Ausschreitungen
kam es, nachdem der Mannschaftsbus von Motagua vor dem Nationalstadion
angegriffen worden war, wie die Polizei mitteilte. Eine Person mit zwei
Feuerwaffen sei in der Nähe des Stadions festgenommen worden. Laut Krankenhaus
wurden elf Menschen eingeliefert, darunter drei Minderjährige.

Im Stadion herrschte
Chaos, Fans drangen auf das Spielfeld vor, nachdem das Spiel verschoben worden
war. Drei Spieler von Motagua erhielten nach dem Angriff auf den Bus
medizinische Hilfe, wie der Club auf Twitter mitteilte.

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Der „Akt des
Vandalismus“ sei von Olimpia-Ultras-Fans durchgeführt worden. Das müsse von den
Behörden streng geahndet werden. Die beiden Teams aus der Hauptstadt, deren
Spiel auch als Superklassiker bezeichnet wird, haben die meisten
Meisterschaften in der honduranischen Fußball-Liga gewonnen. Ihre Rivalität ist
sehr groß.

Im und am Stadion waren
am Samstag rund 5000 Polizisten im Einsatz, weil das Spiel als Hochrisikospiel
galt. Ultras von Olimpia, die für ihre Gewaltbereitschaft bekannt sind, hatten
Stadionverbot.

Quelle: dpa