Zlatan Ibrahimovic
Foto: Alfredo Falcone/LaPresse/AP/dpa

Seit Monaten wird Ralf Rangnick als neuer Trainer beim AC Mailand gehandelt – doch einem der berühmtesten Spieler des Clubs fällt offenbar nicht viel zu dem deutschen Trainer ein.

„Wer ist Rangnick? Ich weiß nicht, wer Rangnick sein soll“, sagte der schwedische Stürmerstar Zlatan Imbrahimovic der Zeitung „Gazzetta dello Sport“. Das komplette Interview soll am Wochenende in der Beilage der Zeitung erscheinen.

Der 62-jährige Rangnick soll nach italienischen Medienberichten einen Dreijahresvertrag beim 18-maligen italienischen Meister erhalten, als Sportdirektor fungieren und wohl auch Trainer Stefano Pioli beerben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist sich Rangnick mit dem Club allerdings noch nicht final einig, auch der frühere RB-Trainer selbst dementierte bisher die Berichte.

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Ibrahimovic hat noch bis Ende der Saison einen Vertrag in Mailand – danach ist die Zukunft offen. Dass der 38-Jährige viel von sich hält, ist klar: „Ich weiß nicht, ob es nach Mailand noch einen weiteren Club gibt, ich verschließe nie die Türen. Aber ich gehe nur dorthin, wo ich das Sagen habe, nicht dorthin, wo Worte wertlos sind.“

Dass er sich in Mailand wohlfühlt, ist unverkennbar:

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Ob er bei einem Engagement von Ralf Rangnick beim AC Mailand in der Lombardei weiterhin das Sagen hätte? Unwahrscheinlich, denn Rangnick gilt als strenger Disziplin-Fanatiker. Doch intern ist die Stimmung bei Milan ohnehin verhagelt. Grund dafür sind die Gerüchte um Rangnick – und eine mögliche Entmachtung von Klub-Legende Paolo Maldini.

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Maldini hatte die Gerüchte über einen Wechsel von Rangnick zum italienischen Traditionsklub zuletzt verbal stark kritisiert. Rangnick wolle die „ganze Macht“, sowohl im technischen als auch sportlichen Bereich, sagte Maldini, der aktuell Technischer Direktor von Milan ist, der Nachrichtenagentur Ansa. Damit grätsche Rangnick in Bereiche, wo „Fachleute mit regulärem Vertrag arbeiten“. Die angeblichen Forderungen Rangnicks seien wie ein „Platzsturm“.

„Deshalb habe ich einen Rat für ihn: Bevor er Italienisch lernt, sollte er das Konzept von Respekt überdenken“, zitierte Ansa den 51 Jahre alten ehemaligen Nationalspieler weiter. „Denn es gibt Kollegen, die trotz der momentanen Schwierigkeiten auf professionelle Art und Weise die Saison zum Abschluss bringen wollen und das Wohl von Milan vor ihr eigenes stellen.“

Quelle: dpa