Oliver Bierhoff Hansi Flick
Foto: Andreas Gebert/dpa

Hansi Flick wird neuer Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft. Der bisherige Bayern-Erfolgscoach folgt nach der Europameisterschaft in diesem Sommer auf Joachim Löw und erhält einen Vertrag bis ins Jahr 2024, wie der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag bestätigte.

Zuvor hatte die „Bild“ berichtet, dass Flick am Dienstag seinen Vertrag beim DFB unterschrieben hatte. Er soll demnach weniger verdienen als beim FC Bayern. Sein Vertrag beim deutschen Rekordmeister war auf Flicks Wunsch vorzeitig aufgelöst worden.

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Vertreten wurde Flick bei den Verhandlungen mit dem DFB laut „Bild“ von Anwalt Christoph Schickhardt, für den Deutschen Fußball-Bund verhandelten Generalsekretär Friedrich Curtius und Direktor Oliver Bierhoff. Flick selbst habe am Dienstag um 08.20 Uhr die DFB-Zentrale in Frankfurt/Main betreten, berichtete „Bild“.

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Dieser hatte zuvor erneut von guten Gesprächen mit DFB berichtet. „Es sind noch Dinge zu klären. Das hat nichts mit mir zu tun, das sind andere Sachen. Wenn die geklärt sind, sieht es gut aus“, sagte Flick in einem Interview, das das Internet-Portal „Sportbuzzer“ am Dienstag veröffentlichte.

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Flick hatte auch am Samstag vor seinem letzten Spiel als Trainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München betont, dass es noch um Kleinigkeiten gehe. „Wenn das dann alles soweit ist, dann kann man die Dinge auch schnell verkünden“, hatte Flick gesagt.

Flicks Auftakt in WM-Quali gegen Liechtenstein

Für Flick ist der Top-Job eine Rückkehr. 2006 machte ihn Löw nach dem WM-Sommermärchen und der eigenen Beförderung zum Bundestrainer zu seinem Assistenten. Bereits einmal stand Flick schon als verantwortlicher Coach bei einem wichtigen Länderspiel an der Seitenlinie. Als Löw im EM-Viertelfinale 2008 von der UEFA gesperrt war, gewann die Nationalmannschaft mit ihm als Aushilfscoach in Basel 3:2 gegen Portugal.

Die ersten Länderspiele als richtiger Chef stehen für Flick nun in der WM-Qualfikation im September gegen Liechtenstein, Armenien und Island an. Es folgen in diesem Jahr noch je zwei weitere Pflichtspiele im Oktober und November.

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Solange es dann sein neuer Job zulasse, wolle er in Urlaub fahren, erklärte Flick nun. Sein Spind beim FC Bayern sei ausgeräumt, „alles ist weg. Die Pokale, die Auszeichnungen, das war schon eine Menge“. Flick hatte in seinen 19 Monaten als Coach des alten und neuen Meisters sieben Titel gewonnen.

DFB – Hoffenheim – Bayern – DFB

Flick begleitete Löw bis zum WM-Triumph 2014 in Brasilien als Assistent, an dem er als taktischer Ideengeber maßgeblich beteiligt war. Dann stieg er beim DFB zum Sportdirektor auf. 2017 verließ der ehemalige Bayern-Profi überraschend den Verband, um sich eine Auszeit zu nehmen. Ein halbes Jahr später wurde er Geschäftsführer bei der TSG Hoffenheim – das Projekt währte aber nur einige Monate.

Beim FC Bayern stieg Flick 2019 als Co-Trainer von Niko Kovac wieder ein und wurde nach dem Aus des Kroaten zunächst Interimschef. Die Starspieler um Thomas Müller und Joshua Kimmich folgten ihm. Flick schrieb eine ungeahnte Erfolgsgeschichte mit sieben Titeln in 18 Monaten – darunter der Champions-League-Triumph 2020 in Lissabon.

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Als Löw im Februar seinen Rückzug nach der EM angekündigte, war Flick sofort ein logischer Kandidat für dessen Nachfolge. Offizielle Gespräche durften wegen des bestehenden Bayern-Vertrages bis 2023 nicht geführt werden, doch Flick selbst bat im April nach dem Königsklassen-Aus bei Paris Saint-Germain und dem folgenden Sieg in Wolfsburg um Freigabe bei den Bayern. Der Sextuple-Trainer war auch entnervt vom Machtkampf mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Der FC Bayern gab Flick zum 30. Juni frei und löste als Nachfolger Julian Nagelsmann vom Liga-Kontrahent RB Leipzig aus.

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Quelle: dpa