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Foto: Matthias Oesterle/dpa

Beim kriselnden FC Barcelona haben sich Vorstand und Fußballprofis nicht auf eine Senkungen der Millionengehälter verständigen können. Die Parteien haben „nach mehreren Tagen intensiver Treffen die Konsultationsphase beendet, ohne eine Einigung zu erzielen“, hieß es in einer Stellungnahme des spanischen Clubs am Mittwochabend.

Der Club schrieb von „schwerwiegenden finanziellen Problemen“ und fehlenden Einnahmen von mehr als 300 Millionen Euro. „Das erfordert eine Gehaltsanpassung von 191 Millionen Euro“, hieß es.

Laut spanischen Medien könne Barça schon im Januar der Konkurs drohen, wenn die Spieler um Starspieler Lionel Messi nicht auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten.

Auch sportlich drückt derzeit der Schuh. Der neue Coach Ronald Koeman hat es bislang nicht geschafft, Barca aus der Krise zu führen. Derzeit belegt Barca nach sieben Spieltagen in der spanischen Primera Division mit elf Punkten den achten Rang. Viel zu wenig für die ambitionierten Ansprüche der Katalanen.

Der im Sommer nach der 2:8-Blamage gegen den FC Bayern in der Champions League geschasste Trainer Quique Setién räumte in der Zeitung „El País“ zuletzt ein, dass ihn die Niederlage gegen die Bayern „extrem getroffen“ habe. Er habe beim FC Barcelona „nie er selbst“ sein können. Und zu Messi sagte er: „Leo ist schwer zu führen. Aber wer bin ich, ihn zu ändern. Sie haben ihn jahrelang so akzeptiert und auch nicht geändert“, betonte Setién, dessen Nachfolger der Niederländer Koeman ist.

Der einstige Meistertrainer Pep Guardiola schloss zuletzt eine Rückkehr aus und würde gern bei Manchester City verlängern. „Meine Karriere als Trainer in Barcelona ist vorbei“, stellte der 49 Jahre alte frühere Coach des FC Bayern unmissverständlich fest.

Doch der FC Barcelona hat ohnehin erstmal dringendere Probleme zu lösen. Der finanzielle Kollaps in Form von Konkurs soll unbedingt verhindert werden. Ohne Gehaltsverzicht der Profis ein nahezu unmögliches Unterfangen.

Quelle: dpa