Eichen-Prozessionsspinner Raupen
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Als Nachtfalter ist der Eichenprozessionsspinner zwar nicht besonders hübsch anzusehen, aber zumindest vollkommen ungefährlich. Ganz anders sieht es bei seiner Brut aus. Bis zu 200 Eier legt das Weibchen ab. Die von Ende Mai bis Anfang Juli voll entwickelten Raupen bilden feine Brennhaare, die bei Kontakt allergische Reaktionen hervorrufen können. Das Problem: Die feinen Härchen verbreiten sich mit dem Wind auch weit abseits der befallenen Eiche.

Anzahl der Raupen nimmt weiter zu

Die Stadt Düsseldorf trifft ab Montag, 17. Mai, Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung an besonders sensiblen und viel frequentierten Stellen und ruft zur Vorsicht auf. Zu den allergischen Reaktionen gehören Hautausschläge, Bindehautentzündungen und Juckreiz, bis hin zu Atemnot und Asthma beim Einatmen der Brennhaare.

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Die Zahl der von Raupen des Eichenprozessionsspinners befallenen Bäume hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen und ein hohes Niveau erreicht. Im vergangenen Jahr hat das Gartenamt 751 Bäume von den Raupen und ihren Nestern befreit. Begünstigt durch die warmen Temperaturen zur Paarungszeit im vergangenen Herbst und die anhaltende Trockenheit geht das Garten-, Friedhofs- und Forstamt auch in diesem Jahr von einem Befall aus.

Ein harter Kampf mit Biozid und neuen Fallen

Das Gartenamt besprüht in den kommenden Tagen rund zehn Prozent der insgesamt etwa 7.500 Eichen in Düsseldorf gezielt mit einem Biozid. Das dient der Vorbeugung besonders hoher Populationen des Eichenprozessionsspinners. Bei der Prophylaxe konzentriert sich das Gartenamt auf Bäume, die in den Vorjahren immer wieder stark befallen waren und in der Nähe von Spielplätzen, Schulhöfen, Kindergärten, an Hauptwegen auf Friedhöfen und stark frequentierten Straßen stehen.

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Somit liegt der Schwerpunkt auf Orten, an denen die Haare des Eichenprozessionsspinners besonders viele Menschen gefährden könnten. Während der Arbeiten sperrt das Gartenamt die entsprechenden Areale ab und achtet darauf, dass sie nicht betreten werden. Sobald das Mittel angetrocknet ist, ist das Gebiet wieder voll nutzbar.

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Das Biozid „NeemProtect“ besteht aus Margosa-Extrakt, einem natürlichen Extrakt aus Neemsamen mit dem Wirkstoff „NeemAzal“. Bei den Raupen stellt sich nach der Aufnahme des Margosa-Extrakts ein Fraß- und Entwicklungsstopp ein.

Zusätzlich bekämpft die Stadt den Eichenprozessionsspinner mit Fallen. Sie enthalten einen natürlichen Lockstoff aus der Stieleiche und fangen die Raupen in Beuteln am Baum auf. Das Gartenamt hat diese Methode im vergangenen Jahr erstmals getestet und erste positive Erfahrungen gesammelt. Jetzt bestückt die Stadt erneut 100 Bäume mit Fallen, um weitere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die Fallen in der Zukunft für einen vermehrten Einsatz geeignet sind.

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Erste Hilfe bei Kontakt mit Raupenhaaren

Was ist zu tun, wenn ein Mensch mit den Raupenhaaren des Prozessionsspinners in Kontakt gekommen ist? Die wichtigsten Regeln:

  • Nicht kratzen, sonst dringen die Haare tiefer in die Haut ein!
  • Kleidung sofort wechseln!
  • Gründlich duschen und Haare waschen!

Falls es zu Augenkontakt kommt, oder euch die Puste wegbleibt (Asthma/Atemnot), solltet ihr natürlich sofort einen Arzt aufsuchen. Leider ist mit diesen Symptomen nicht zu spaßen, nehmt es also besser nicht auf die leichte Schulter!

Bei geringfügiger ausgeprägten Hautsymptomen hingegen ist meist keine Gegenmaßnahme erforderlich – auch wenn es durchaus nervig sein kann. Eingedrungene Raupenhaare können mit Hilfe der Klebeseite von Pflasterstreifen entfernt werden, zudem versprechen handelsübliche Allergiemittel etwas Abhilfe.

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Hier können Düsseldorfer befallene Bäume melden

Wer einen befallenen Baum im Stadtgebiet entdeckt, kann ihn dem Gartenamt per E-Mail an [email protected] melden. Fotos sowie eine genaue Beschreibung des Standorts sind dabei hilfreich. Alternativ nimmt das Gartenamt auch unter der Telefonnummer 0211-58027506 Meldungen an. Für die Beseitigung auf Privatgrundstücken ist der Eigentümer zuständig, hierbei können Kosten von 150 bis 200 Euro entstehen.

Oft werden die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit den harmlosen Gespinstmotten verwechselt, die an Straßenrändern verschiedene Bäume und Sträucher wie in Zuckerwatte eingesponnen aussehen lassen. Anders die Nester der Eichenprozessionsspinner: Sie finden sich nahezu ausschließlich an Eichen.

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