Nosferatu-Spinne breitet sich in NRW aus: Sichtungen auch in Düsseldorf und Köln

In immer mehr Städten in Nordrhein-Westfalen taucht die Nosferatu-Spinne auf. Das haarige Krabbeltier wird meistens in Häusern gefunden. Experten beruhigen: Die Spinne ist für Menschen ungefährlich.
Nosferatu-Spinne
Das undatierte Foto zeigt eine Nosferatu-Spinne auf einem Holzblock. Foto: Robert Pfeifle/Nabu/dpa
Nosferatu-Spinne
Das undatierte Foto zeigt eine Nosferatu-Spinne auf einem Holzblock. Foto: Robert Pfeifle/Nabu/dpa

Düsseldorf, Köln und Duisburg: Aus immer mehr Städten in Nordrhein-Westfalen kommen Nachrichten über Sichtungen der Nosferatu-Spinne. Das achtbeinige Krabbeltier wird immer heimischer in unseren Breitengraden, dabei ist sie eigentlich im Mittelmeerraum und in Nordafrika beheimatet. Doch wirklich Sorgen machen muss man sich nicht.

Denn ihr Gift ist ungefährlich für Menschen, lediglich Allergikern drohen größere Probleme. Ansonsten sei ihr Gift mit dem der heimischen Kreuzspinne vergleichbar, heißt es etwa in der „Rheinischen Post“. Dort berichtete eine Frau aus Leverkusen von einer Nosferatu-Spinne, die sie in ihrem Schlafzimmer mit Hilfe eines Glases gefangen nahm und in die Freiheit entließ.

Nosferatu-Spinne in NRW: Seit August über 1300 Sichtungen

Auch im Raum Jüchen breitet sich die Kräuseljagdspinne immer mehr aus. Für den Experten Andy Riede ist dies jedoch kein großes Problem. Er erklärt gegenüber der „NGZ“, dass die Spinne schon lange in Deutschland lebe, sich aber in diesem Jahr vermehrt ausbreite. Auch er vergleicht einen Biss der Spinne mit einem Wespenstich und erklärt, dass die Spinne erst dann beißt, wenn sie sich in die Ecke gedrängt oder bedroht fühlt.

Allein seit dem 1. August seien beim Portal „Naturgucker.de“ 1300 Sichtungen von 1700 Exemplaren in NRW gemeldet worden, sagte Thorsten Wiegers, Sprecher des Naturschutzbunds NABU NRW. Das zeige, dass die Spinne hierzulande schon nahezu heimisch geworden sei.

Nosferatu-Spinne in NRW: für Menschen ungefährlich

 

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Anders als die meisten Spinnen baut die Nosferatu-Spinne zudem kein Fangnetz, sondern produziert einen Kräuseljagdfaden. Denn die Nosferatu-Spinne jagt ihre Beute – der Faden ist mehr für den Nachwuchs gedacht, der in einem Gewebe aus dem Faden mit 20 bis 50 Eiern abgelegt wird.

>> Nosferatu-Spinne in NRW: Wie gefährlich ist die neue Spinnenart? <<

Nosferatu-Spinne in NRW: Was kann ich tun, wenn ich die Spinne entdeckt habe?

Wer eine solche Spinne entdeckt, soll sie am besten mit einem Gefäß gefangen nehmen und einige Meter weit aussetzen. 20 bis 30 Meter sollten es schon sein, sonst ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Spinne zurück ins Warme findet. Körperwärme dagegen soll die Tiere abstoßen, auch ihre Eier legt die Spinne eher nicht in Wohnräumen ab. Zudem braucht es ein zweites Tier, um die Kokons zu befruchten.

Die Nosferatu-Spinne hat ihren markanten Namen, weil ihre Musterung entfernt an den berühmten Vampir erinnert. Die Färbung auf ihrem Rücken entspricht mit etwas Fantasie dem eingefallenen Gesicht des berühmten Blutsaugers.