Neue Spinnenart in Deutschland: Wie gefährlich ist die Nosferatu-Spinne?

In NRW wurde kürzlich eine Nosferatu-Spinne entdeckt. Aber wie gefährlich ist die neue Art? Wir klären euch auf.
Nosferatu-Spinne
Eine Nosferatu-Spinne. Foto: shutterstock/Tobias Hauke
Nosferatu-Spinne
Eine Nosferatu-Spinne. Foto: shutterstock/Tobias Hauke

Wärmere Temperaturen in Deutschland führen inzwischen auch dazu, dass sich immer mehr Tiere in unseren Breitengraden wohlfühlen, die sonst aus anderen Regionen der Erde stammen. So wurde in Nordrhein-Westfalen kürzlich erstmals eine Nosferatu-Spinne entdeckt. Aber wie gefährlich ist die Spinne und wird sie längerfristig in Deutschland bleiben?

Zunächst sei direkt gesagt, dass die Nosferatu-Spinne hierzulande nicht gänzlich unbekannt sein dürfte. Denn heimisch ist sie im Mittelmeerraum und Nordafrika. Wer also in Italien, Spanien oder der Türkei regelmäßig Urlaub macht, könnte schon Bekanntschaft mit dem achtbeinigen Tier gemacht haben.

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Inzwischen hat sie ihren Lebensraum aber auch deutlich nach Norden ausgeweitet. So ist die Spinne inzwischen auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg immer öfter zu sehen. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, wurde sie kürzlich in einer Wohnung in Coesfeld (NRW) gesichtet. Eine Folge des Klimawandels, wie der Experte Stephan Loksa vom Aquazoo Löbbecke in Düsseldorf erklärt.

Im ärgsten Falle ein Wespenstich

Aber auch wenn die Spinne mit dem Namen Nosferatu einen berühmten Vampir als Namensgeber hat, so ist sie doch bei weitem nicht so gefährlich, wie der Name den Anschein macht. So sei das Gift vergleichbar mit dem einer Biene oder Wespe. Also gefährlich tatsächlich nur für Allergiker. Ihren Namen hat sie daher nicht, weil sie allen den Tod bringt, sondern weil sie mit etwas Fantasie das Gesicht der kultigen Horrorfigur auf dem Rücken trägt.

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Auch stellt die Spinne für das hiesige Ökosystem kein Problem dar. Vielmehr sei es Usus, dass Tiere aus anderen Regionen sich auch hier heimisch fühlen und ansiedeln könnten. Problemfälle seien da eher die Ausnahme. Als Musterbeispiel wird der Rhein angeführt, der inzwischen 75 Prozent Arten führt, die nicht natürlichen Ursprungs aus der Region sind, aber inzwischen auch für den Fluss unverzichtbar wurden.

Problematischer sind dagegen Pflanzen, die heimische Arten verdrängen. Vielmehr solle man es so sehen wie mit der Wespenspinne. Eine Spinne, die bis vor 30 Jahren eher in Südeuropa zuhause war, sich inzwischen aber ebenfalls in Deutschland etablieren konnte. Doch auch sie hat für keinerlei Zwischenfälle mit Menschen gesorgt.