Sechs Bomben in Rondorf gefunden – Entschärfung heute um 17 Uhr

Nicht schon wieder! In Köln-Rondorf sind erneut Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht. Einer der sechs Blindgänger hat keine Zündschnur mehr. Die Entschärfung soll noch heute stattfinden.
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Der Radius zeigt die Evakuierung in Rondorf Foto: Stadt Köln

Bei Sondierungsarbeiten wurden am heutigen Donnerstagvormittag, 28. Oktober 2021, in Köln-Rondorf im dortigen Erschließungsgebiet Rondorf Nord-West zunächst fünf Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Vier Fliegerbomben müssen noch heute entschärft werden. Ein Blindgänger hat keinen Zünder mehr und kann ohne Entschärfung abtransportiert werden.

Wenige Stunden später entdeckt der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf eine sechste Bombe. Es handelt sich um eine amerikanische 2,5-Zentner-Bombe mit Heckzünder.

Erst vor wenigen Tagen hatten Bauarbeiter Kriegsmaterial in Köln gefunden. Der KBD spricht von 21 Bomben, die entschärft werden mussten, sowie von rund 80 Brandbomben, die durch die Experten direkt entsorgt werden konnten.

Bomben in Köln-Rondorf: 300 Meter Evakuierungs-Radius

Der Gefahrenbereich wurde vorläufig mit einem 300-Meter-Radius festgelegt. Der Bereich muss abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

>> Erst kürzlich wurde eine Bombe mit einer kuriosen Aufschrift in Köln gefunden <<

Das Ordnungsamt entscheidet über alle weiteren Maßnahmen zur Absperrung und Evakuierung. 1.240 Personen sind von Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Wann die Blindgänger entschärft werden können, steht noch nicht fest. Für die Anwohner ist eine Anlaufstelle in der Turnhalle der Anne-Frank-Schule an der Adlerstraße 13 eingerichtet. Ein Zeitpunkt für die Entschärfung steht noch nicht fest.

Bomben-Fund in Köln-Rondorf: Verkehrsbehinderungen

Die KVB-Linie 132 hält ab sofort nicht mehr an der Haltestelle „Lindenstraße“. Wegen Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich auf der Internetseite der Stadt Köln (www.stadt.koeln) und zusätzlich bei Radio Köln, WDR und anderen Medien sowie online bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) und weiteren betroffenen Verkehrsunternehmen zu informieren.