Bomben-Entschärfung in Köln: Störenfriede kassieren saftige Bußgelder

Am Freitag wurde in Neuehrenfeld eine Weltkriegsbomb gefunden. Bei der Entschärfung der Entschärfung kam es zu Verzögerungen, weil Personen unerlaubt in den Gefahrenbereich traten.
Bome Neuehrenfeld
Stolz auf die erfolgreiche Entschärfung: Marcel Biewald (l.) und Michael Hilgers vom KBD.

Beinahe im Wochentakt tauchen in Köln Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg auf. Erst letzte Woche wurde eine Bombe bei der Shell-Tankstelle in Godorf gefunden. Am Freitag (10. Dezember) haben Bauarbeiter im rechtsrheinischen Neuehrenfeld erneut eine Bombe gefunden. Bei dem Exemplar handelte es sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit zwei Aufschlagzündern.

Wie die Stadt Köln mitteilte, wurde die Bombe im Bereich Methweg entdeckt. Der Gefahrenbereich betrug einen Radius von 300 Metern. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt waren vor Ort, um die Entschärfung vorzubereiten, die noch am Freitag stattfinden musste.

Bomben-Fund in Köln: Corona-Patienten separat evakuiert

1300 Personen waren von der Evakuierung betroffen. Unter den Evakuierten waren fünf Corona-Patienten, die in Quarantäne waren. Die Infizierten sowie ihre Kontaktpersonen wurden von Krankenwagen abgeholt und separat untergebracht.

Die Stadt Köln hatte eine Anlaufstelle im Albertus-Magnus-Gymnasium, Ottostraße 87, eingerichtet. In der Anlaufstelle galten Maskenpflicht und Hundeverbot.

Bomben-Entschärfung in Köln: Störenfriede kassieren Bußgelder

Im anschließenden zweiten Klingeldurchgang stellte das Ordnungsamt sicher, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen hatten. Erst gegen kurz 21 Uhr konnte die Bombe dann endlich erfolgreich entschärft werden. Zuvor war es zu Verzögerungen gekommen, weil drei Personen vorsätzlich immer wieder in den Evakuierungsbereich traten. Sie müssen mit Bußgeldern von bis zu 1000 Euro rechnen. Die Straßensperrungen konnten nach erfolgreicher Entschärfung sukzessive aufgehoben werden.

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