Falsche Wohnung gestürmt – unschuldiger Kölner bei Drogen-Razzia verletzt

Bei einer Wohnungsdurchsuchung im Rahmen einer NRW-weiten Drogen-Razzia ist ein 61-jähriger Kölner, der nicht involviert ist, verletzt worden.
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Beamte des SEK. Foto: dpa
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Beamte des SEK. Foto: dpa

Im Kampf gegen Drogenkriminalität haben Polizisten unter Beteiligung von Spezialeinheiten am Dienstagmorgen fünf Wohnungen in Köln, Leverkusen, Langenfeld und Leichlingen durchsucht. Dabei wurden Datenträger, geringe Mengen Marihuana und Geld sichergestellt, teilte die Polizei Köln mit.

Durch fehlerhafte Informationen im Vorfeld der Polizeiaktion seien Spezialkräfte auch in eine falsche Wohnung eingedrungen. Bei diesem Zugriff im Kölner Stadtteil Mülheim sei ein 61-jähriger unbeteiligter Nachbar eines gesuchten Mannes leicht verletzt worden.

Die Polizei erklärte, dass der Fehler nicht auf die Einsatzkräfte vor Ort zurückgehe. Der unbeteiligte Nachbar wohne auf derselben Etage wie ein 34 Jahre alter Gesuchter, der scharfe Schusswaffen besitzen soll. Dessen Wohnung sei dann durchsucht worden. Der 34-Jährige sei zu dem Zeitpunkt nicht zuhause gewesen. Festnahmen gab es bei dieser Razzia der Kölner Ermittlungsbehörden nach Polizeiangaben keine.

Drogen-Razzia in Köln und NRW

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln gegen vier Tatverdächtige wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Marihuana in nicht geringer Menge. Die Ermittlungen gegen die Verdächtigen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren seien nach der Auswertung verschlüsselter Kommunikationsdaten, sogenannter Encrochat-Daten, ins Rollen gekommen, wie die Polizei erläuterte.

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Nahezu zeitgleich fand am Dienstagmorgen in einem getrennt geführten Verfahren von Staatsanwaltschaft und Polizei Düsseldorf eine Razzia gegen mutmaßliche Drogenhändler in zahlreichen Kommunen im Rheinland statt. Darunter befinden sich auch mehrere Städte, in denen es von den Kölner Ermittlungsbehörden an diesem Tag Durchsuchungen gab.

dpa