Messengerdienst gehackt: Polizei nimmt Banden-Mitglieder hops

Fahndungserfolg im Kampf gegen Bandenkriminalität: Die Staatsanwaltschaft Köln hat Haftbefehle gegen vier mutmaßliche Drogendealer erlassen. Sie handelten mit Marihuana und Kokain im ganz großen Stil.
Hacker
Ein Hacker. Foto: Gorodenkoff/Shutterstock
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Ein Hacker. Foto: Gorodenkoff/Shutterstock

Über 100 Polizisten vollstreckten am Dienstag unter anderem in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Gummersbach, und im baden-württembergischen Ortenaukreis Haftbefehle gegen vier Männer und durchsuchten 19 Objekte. Die Beschuldigten seien dringend verdächtig, als Bande zwischen März und Juni 2020 mit mehreren Hundert Kilogramm Marihuana und sechs Kilogramm Kokain Handel getrieben zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit.

Bei der Durchsuchung einer Kölner Gartenlaube fanden die Ermittler demnach eine scharfe Schusswaffe. Zudem beschlagnahmte die Polizei in einer Wohnung in Köln rund 170.000 Euro Bargeld, eine Harley Davidson und drei Rolex-Uhren.

Das Verfahren beruhe auf Ergebnissen von Encrochat-Auswertungen, so die Staatsanwaltschaft. Über den verschlüsselten Messengerdienst wurden in der Vergangenheit von einer Vielzahl von Tätern Waffen-, Drogen- und andere illegale Geschäfte abgewickelt, bis es im Jahr 2020 französischen und niederländischen Ermittlern gelang, sich unbemerkt bei Encrochat einzuhacken und Hunderttausende Gesprächsdaten zu sichern. Die strafrechtlich relevanten Beweismittel wurden anschließend Europol und dann den nationalen Behörden übergeben.

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dpa