Mit tonnenweise Drogen gedealt – drei Männer in NRW verhaftet

Im Kampf gegen Drogenkriminalität haben Polizeibeamte am Dienstagmorgen fünf Wohnungen in NRW durchsucht. Drei Männer wurden verhaftet. Eine Millionensumme wurde sichergestellt.
Razzia in Dortmunder Moschee
Das Bild zeigt eine Razzia in einer Dortmunder Moschee vom 10. März 2022. Symbolbild. Foto: Bernd Thissen/dpa
Razzia in Dortmunder Moschee
Das Bild zeigt eine Razzia in einer Dortmunder Moschee vom 10. März 2022. Symbolbild. Foto: Bernd Thissen/dpa

Bei Razzien gegen mutmaßliche Drogenhändler im Rheinland haben Spezialeinheiten der Polizei mehrere Wohnungen durchsucht, Vermögenswerte in Millionenhöhe sichergestellt und drei Tatverdächtige verhaftet. Die Einsätze fanden in einer Reihe von Kommunen aufgrund getrennter Verfahren bei den Staatsanwaltschaften Düsseldorf und Köln nahezu zeitgleich am frühen Dienstagmorgen statt. Dabei kamen auch Spezialeinheiten zum Einsatz. Die Ermittler sind in beiden Fällen den mutmaßlichen Drogenhändlern über verschlüsselte Kommunikationsdaten, sogenannte Encrochat-Daten, auf die Spur gekommen. Die Durchsuchungsergebnisse standen zunächst noch aus.

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Die Razzia von Staatsanwaltschaft und Polizei Düsseldorf richtet sich gegen eine mutmaßliche Drogenhändlergruppe von sechs Männern und zwei Frauen, die mit dem Handel von über zwei Tonnen Rauschgift in gut einem Jahr Gelder in Millionenhöhe illegal erwirtschaftet haben soll. In Düsseldorf und Hilden bei Düsseldorf seien jeweils ein 29-jähriger Tatverdächtiger sowie in Leichlingen bei Leverkusen ein 27-jähriger Tatverdächtiger verhaftet worden, teilte die Polizei Düsseldorf mit. Die Einsatzkräfte vollstreckten dabei vorliegende Haftbefehle.

Der mutmaßlichen Drogenhändlergruppe werde unter anderem vorgeworfen, zwischen März 2020 und Juni 2021 tonnenweise Marihuana, rund 50 Kilogramm Haschisch und etwa 30 Kilogramm Kokain gehandelt zu haben. Die Polizei durchsuchte in den frühen Morgenstunden nach eigenen Angaben insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsgebäude in Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Hilden, Leichlingen, Langenfeld und Erkrath in Nordrhein-Westfalen sowie in Winterburg, Hillesheim und Jünkerath in Rheinland-Pfalz. Dabei seien auch Vermögenswerte in Millionenhöhe von den Einsatzkräften gesichert worden, hieß es.

Bei der Razzia von Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geht es um eine mutmaßliche Drogenhändlergruppe bestehend aus vier Tatverdächtigen im Alter von 25 bis 34 Jahren. Es bestehe der Verdacht des gewerbsmäßigen Handels mit Marihuana in nicht geringer Menge. Polizisten durchsuchten unter Beteiligung von Spezialeinheiten fünf Wohnungen in Köln, Leverkusen, Langenfeld und Leichlingen. Bei den Durchsuchungen sei niemand festgenommen worden. Datenträger, eine kleinere Menge Marihuana und Geld seien sichergestellt worden.

dpa