Perseiden in Köln heute Nacht: Hier könnt ihr Sternschnuppen beobachten

Bis zum 24. August zieht der Streif der Perseiden über den Nachthimmel Kölns. Wir zeigen euch, wo ihr die beste Sicht habt.
Perseidenschauer über Deutschland
Sternschnuppen der Perseiden sind neben der Milchstraße am Nachthimmel zu sehen. Foto: Ole Spata/dpa
Sternschnuppen der Perseiden sind neben der Milchstraße am Nachthimmel zu sehen. Foto: Ole Spata/dpa

Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich was wünschen. Und jetzt stehen die Chancen besonders gut: Bis zum 24. August zieht der Streif der Perseiden über den Kölner Nachthimmel. Die besten Aussichtsplätze für den Lichterzauber erfahrt ihr hier.

Wieder einmal zieht der Komet 109P/Swift-Tuttle an der Erde vorbei. Seine Auflösungsprodukte, die in der Erdatmosphäre verglühen, sind besser bekannt als Perseiden. Im volkstümlichen Laurentiustränen genannt, ist der Strom die ganze Woche bis zum 24. August zu sehen. In der Nacht von Samstag (12. August) auf Sonntag (13. August) wird er gleichzeitig seinen Höhepunkt erleben.

Wechselhaftes Wetter könnte allerdings dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge beim Maximum des Spektakels Sonntagfrüh die Sicht einschränken. „Über Deutschland werden einige Wolkenfelder vorüberziehen“ sagt DWD-Meteorologe Marcel Schmid. Wer Glück habe, könne ein paar Wolkenlücken erwischen. In der Nacht zu diesem Samstag sollten die Chancen laut DWD etwas besser stehen.

Perseiden beobachten in und um Köln: Sternenpark Eifel

Dennoch haben wir in und um Köln ein paar Orte für euch rausgesucht, wo ihr den Strom besonders gut sehen könnt. So ist der Sternenpark Eifel besonders gut geeignet, da sich dort wenig Lichtverschmutzung findet. Seit 2019 ist das Gebiet zudem als Schutzgebiet ausgezeichnet. Dort wird sich bewusst für einen Schutz des nächtlichen Sternenhimmels eingesetzt. Dort könnt ihr auch mit Hilfe von Teleskopen und Großfeldstechern den Himmel beobachten. Die Sternenwarte findet ihr auf dem Internationalen Platz Vogelsang – nahe der Bundesstraße 266 zwischen Schleiden-Gemünd und Simmerath-Einruhr.

Wenn ihr schon mal in der Eifel seid, könnt ihr auch zum Laacher See. Denn auch dort hat man einen guten Blick auf den Nachthimmel. Dort könnt ihr euch nahe der Benediktinerabtei Maria Laach ungestört aufhalten.

Perseiden beobachten in und um Köln: Siebengebirge

Ebenfalls beliebt ist die Margarethenhöhe im Siebengebirge. Auf 320 Meter Höhe hat man eine hervorragende Aussicht. Zum Parkplatz kommt ihr über die A59 und B42 bis zur Ausfahrt Königswinter. Dann fahrt ihr weiter auf der Ferdinand-Mülhens-Straße (L331) Richtung Ittenbach bis Margarethenhöhe. Der Parkplatz liegt an der Einmündung Löwenburger Straße. Ein paar Euros solltet ihr aber bereithalten, denn der Parkplatz ist kostenpflichtig.

Ein bisschen außerhalb und ebenfalls hervorragend geeignet ist der Sonnenberg in Odenthal-Voiswinkel. Der Wanderparkplatz an der Tagungsstätte „Haus Sonnenberg“ an der Oberborsbacher Straße ist ein guter Startpunkt, um sich ein gediegenes Plätzchen zu suchen. Sitzgelegenheiten gibt es nur wenige hundert Meter weit an der Milchtankstelle „Büchel’s Blick“.

Perseiden beobachten in und um Köln: Parks in Köln, Rodderberg in Wachtberg

Wer aus der Stadt nicht rauskommt oder nicht raus möchte, der muss sich dann mit mehr Lichtsmog abfinden, doch auch hier gibt es einige wenige Orte, die sich lohnen könnten. Wie etwa der Rheinpark, der Stadtwald oder der Herkulespark. Manche sagen auch, das Dach des Schokoladenmuseums oder die Südbrücke seien nicht verkehrt.

Ein kleiner Geheimtipp ist zudem noch der Rodderberg in Wachtberg. Die Anhöhe bietet eine wunderbare Sicht. Sucht nach dem Gut Broichhof und der Broichhofkapelle, diese liegt etwas oberhalb vom Aussichtspunkt.

Zudem sollte an allen Orten ein wenig Geduld mitgebracht werden, denn es dauert ein paar Minuten, bis sich die Augen auch an die Dunkelheit gewöhnen. Dann aber kann man wahrscheinlich um so mehr Sternschnuppen wahrnehmen.

Perseiden beobachten in und um Köln: mit Liegestuhl und Apps

Auf jeden Fall ist ein Liegestuhl zu empfehlen, denn sonst drohen Nackenschmerzen, wenn ihr zu lange im stehen nach oben schaut. Sonst helfen auch Apps bei der Beobachtung des Himmels. Dann haltet euch am besten am Sternbild Perseus, was auch namensgebend für den Meteorstrom war. Es befindet sich nahe Kassiopeia.

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Seit rund 2000 Jahren wird der Strom von Sternschnuppen bereits verfolgt. Erste Aufzeichnungen gehen zurück bis ins Jahr 36 vor Christus und kommen aus China, Japan und Korea. In Europa wurde erstmals 811 über das Phänomen berichtet.

mit Material der dpa