Veranstalter entsetzt: Ballermann-Hit „Layla“ auf Düsseldorfer Rheinkirmes verboten

Die Rheinkirmes in Düsseldorf verbietet den Song "Layla". Der Veranstalter – der Schützenverein St. Sebastianus – ist entsetzt über das Lied.
Kirmes Festzelte 2022 Düsseldorf Uerige
Highlight auf der Rheinkirmes: Die Partys in den Festzelten wie etwa dem Uerige. Foto: Tonight
Highlight auf der Rheinkirmes: Die Partys in den Festzelten wie etwa dem Uerige. Foto: Tonight

„Ich hab‘ ’nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler“ – diese Textzeilen werden auf der Rheinkirmes in Düsseldorf nicht (aus den Boxen) zu hören sein. Die Veranstalter vom Schützenverein St. Sebastianus haben den Ballermann-Hit „Layla“ dort verboten.

„Ich bin der Meinung, dass dieses Lied überall hingehört – nur nicht auf unseren Festplatz“, sagte Schützen-Chef Lothar Inden der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die Stadt Düsseldorf wegen „Layla“ bei den Veranstaltern vorgesprochen. Nachdem die Schützen zugesagt hätten, dass das Lied in Festzelten und Fahrgeschäften unterbunden werden soll, habe man vonseiten der Stadt keinen Anlass für ein Verbot gesehen, so eine Sprecherin. Man habe als Verwaltung dafür aber „auch keine Rechtsgrundlage“ gesehen.

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Schützen-Chef Inden sagte der dpa, er habe das Lied vorher nicht gekannt und sich dann mit dem Inhalt beschäftigt. Der Text entspreche in keiner Weise den Gepflogenheiten seines Traditionsvereins. In dem Song von DJ Robin & Schürze, zurzeit auf Platz 1 der deutschen Charts, heißt es unter anderem: „Ich hab‘ ’nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (…) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (…).“

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Zu Wochenbeginn war bekanntgeworden, dass „Layla“ auf dem Würzburger Kiliani-Volksfest auf Drängen der Stadt nicht gespielt werden darf. Auf der wesentlich größeren Düsseldorfer Kirmes gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte und mehrere Festzelte, in denen jeden Abend Bands spielen und DJs auflegen. Auch eine Mallorca-Party ist geplant. Die Kirmes beginnt am 15. Juli und geht bis zum 24. Juli.

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„Layla“-Verbot für Bundesjustizminister Buschmann „eins zu viel“

Derweil hat sich auch Bundesjustizminister Marco Buschmann in der Sexismusdebatte um „Layla“ zu Wort gemeldet. „Man muss Schlagertexte nicht mögen. Man kann sie sogar doof oder geschmacklos finden. Sie aber behördlich zu verbieten, finde ich, ist eins zu viel“, schrieb der FDP-Politiker am Dienstagabend bei Twitter.

DJ Robin kann die Aufregung nicht verstehen. In dem Lied gebe es keinen Sexismus. „Früher haben die Leute ‚Skandal im Sperrbezirk‘ gesungen oder ‚Wir fahren in den Puff nach Barcelona'“, zitierte ihn „Bild“. Trotzdem steht fest: Die bis zu vier Millionen Besucher der Düsseldorfer Rheinkirmes werden „Layla“ nicht singen – oder zumindest nicht hören.

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dpa