Streik am Flughafen Düsseldorf am Montag: über 100 Flüge bereits gestrichen!

Die Gewerkschaft Verdi kündigte für Montag (27. Februar) Streiks in NRW an. Auch der Flughafen Düsseldorf bleibt von den Protestaktionen nicht verschont.
Der Warnstreik am Düsseldorfer Flughafen lässt Reisende genervt zurück. Foto: Roberto Pfeil/dpa
Der Warnstreik am Düsseldorfer Flughafen lässt Reisende genervt zurück. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Passagiere des Flughafen Düsseldorf müssen am Montag (27. Februar) Geduld mitbringen: Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeitenden des Airports dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen und zu streiken.

Schon jetzt rechnet Verdi am Streiktag mit massiven Verspätungen und Flugchaos. „Aufgrund des Streiks ist mit Verspätungen, über Ausfälle bis hin zum teilweise Erliegen des Luftverkehrs an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn zu rechnen“, teilte die Gewerkschaft am Freitagmorgen (24. Februar) mit. Das Ende der Warnstreiks ist für die Nacht von Montag auf Dienstag (28. Februar) geplant.

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Flughafen Düsseldorf am Montag, 27. Februar: zahlreiche Flüge annulliert

Mit einem Blick auf die Flugausfälle am Montag, dem 27. Februar 2023, in Düsseldorf wird bereits jetzt klar: Reisenden steht ein anstrengender Tag bevor. Weit über 100 Flüge wurden bereits annulliert – und das wohlgemerkt nur im Zeitraum vom frühen Montagmorgen bis 12 Uhr mittags. Ein Blick nach Köln verheißt ebenfalls nichts Gutes, auch hier fallen viele Verbindungen komplett flach.

Passagieren, die für Montag einen Flug ab oder nach Düsseldorf gebucht haben, wird empfohlen, sich vor bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges zu erkundigen. Bitte beachtet auch, dass am Sonntagabend kein Late Night Check-in für Montag stattfindet.

Flughafen Düsseldorf: Darum wird gestreikt

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Hintergrund der Warnstreiks sind laut Verdi die Verhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sowie die bundesweiten Verhandlungen für die Beschäftigten der Luftsicherheit. Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr, aber mindestens 500 Euro mehr Gehalt pro Monat. Die neuen Verträge sollen mindestens 12 Monate laufen.

Am Flughafen Düsseldorf betreffen die Streiks vor allem die meisten Flughafengesellschaften inklusive der Flughafenfeuerwehren und der eigenen Bodenverkehrsdienstleister.

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Nachdem die erste Verhandlungsrunde Ende Januar bereits scheiterte, ging sie am Donnerstag (23. Februar) in die zweite Runde. Doch auch hier konnte man sich nicht einigen. „Die Beschäftigten machen mit den Streiks gemeinsam Druck auf die jeweiligen Arbeitgeber, weil in den bisherigen Verhandlungen im öffentlichen Dienst kein akzeptables Angebot unterbreitet wurde“, sagt Andrea Becker, Verdi-Landesfachbereichsleiterin in NRW.

Höhere Löhne fordert Verdi vor allem wegen der hohen Inflation und den deswegen gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen, welche laut Verdi-Angaben die „Beschäftigten in eine unsichere Situation“ treiben. Am 27. März sollen die Verhandlungen für die Beschäftigten in Bund und Kommunen fortgesetzt werden.

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