Stadtwerke in Düsseldorf kündigen für Energiewende großes Investitionsprogramm an

Bis zu zwei Milliarden Euro will die Stadt Düsseldorf gemeinsam mit den Stadtwerken investieren, um die Energiewende in der Landeshauptstadt weiter voranzutreiben.
Gaszähler
Der Blick auf den Gaszähler – für die meisten Verbraucher nicht vergnügungssteuerpflichtig. Foto: David Ebener/dpa
Gaszähler
Der Blick auf den Gaszähler – für die meisten Verbraucher nicht vergnügungssteuerpflichtig. Foto: David Ebener/dpa

Bis 2035 möchte die Stadt Düsseldorf klimaneutral werden. Dafür wollen die Stadtwerke umfangreiche Investitionen tätigen, schreibt die „Rheinische Post“. Zunächst wurde dafür ein neuer Vertrag nach 20 Jahren aufgesetzt.

Dabei haben sich die ENBW als größter Anteilseigner mit 54,95 Prozent und die Stadt Düsseldorf, die immerhin mit 25,05 Prozent beteiligt ist, auf eine neue Zusammenarbeit verständigt. Im Stadtrat wurde dem neuen Vertrag ebenfalls zugestimmt, die Pläne sind in einem Kooperationsvertrag festgehalten.

Dieser sieht beispielsweise vor, bis 2035 klimaneutral zu werden. Dafür soll unter anderem mehr auf Fernwärme gesetzt werden. Auch Photovoltaik soll großflächig ausgebaut werden, ebenso beim Gaskraftwerk eine Umrüstung auf Wasserstoff oder synthetische Gase. Zudem sollen 10.000 Ladestationen in und um Düsseldorf entstehen.

Große Kosten für ambitionierte Projekte

Größter Kostenpunkt wird der Ausbau und die Instandhaltung der Netzinfrastruktur, hierfür werden 750 Millionen Euro veranschlagt. Diese beinhaltet Gas, Wasser, Fernwärme und Strom. Weitere 300 Millionen sollen für die Dekarbonisierung, also die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen, eingesetzt werden.

Auch die erneuerbaren Energien sollen weiter gefördert werden. Um die ganzen Vorhaben auch in die Tat umsetzen zu können, muss auch die Digitalisierung voranschreiten.

Neben der Neustrukturierung der Energie muss auch die Kreislaufwirtschaft neu gedacht werden. Eine neue Müllverbrennungsanlage soll entstehen, die gleichzeitig Energie liefert. Doch das alles ist viel Zukunftsmusik. Sowohl die Stadt als auch die Stadtwerke wissen, dass bis dahin noch viel geschehen muss.

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