Nachtresidenz Düsseldorf öffnet wieder im September: So geht es mit dem Club jetzt weiter!

Fünf Monate nach dem Deckeneinsturz gibt es gute Nachrichten von der Düsseldorfer Nachtresidenz: Der Club-Betreiber plant eine Wiedereröffnung im September. Allerdings wird nicht gleich alles hochgefahren. Wir haben mit Marcel Oelbracht gesprochen.
Nachtresidenz Düsseldorf Marcel Oelbracht, Daniel Kutcha, Gregor Schleich
Nachtresidenz-Geschäftsführer Marcel Oelbracht, Geschäftspartner Daniel Kutscha (Manager Eventresidenz) und Gregor Schleich (Projektleiter Corporate Events) sind froh, dass es endlich weiter geht. Foto: Tonight/J. Sammer
Nachtresidenz Düsseldorf Marcel Oelbracht, Daniel Kutcha, Gregor Schleich
Nachtresidenz-Geschäftsführer Marcel Oelbracht, Geschäftspartner Daniel Kutscha (Manager Eventresidenz) und Gregor Schleich (Projektleiter Corporate Events) sind froh, dass es endlich weiter geht. Foto: Tonight/J. Sammer

Endlich kehrt wieder ein Stück Normalität zurück: Fünf Monate nach dem Deckeneinsturz in der Düsseldorfer Nachtresidenz geht Geschäftsführer Marcel Oelbracht von einer Eröffnung Mitte September aus. Allerdings mit angezogener Handbremse. „Wir starten zuerst mit den sogenannten Corporate Events“, verrät der Resi-Chef. Der reguläre Club-Betrieb mit den Partys dagegen wird erst etwas später losgehen.

Zusammen mit Geschäftspartner Daniel Kutscha (Manager Eventresidenz) und Gregor Schleich (Projektleiter Corporate Events) steht der Nachtresidenz-Inhaber mitten im Kuppelsaal. Dort laufen die Arbeiten auf Hochtouren, die ganze Location ist aktuell noch eine einzige Baustelle. Doch schon in wenigen Wochen soll hier wieder gefeiert werden – Mitte September finden die ersten Corporate Events in einem Teil der Räumlichkeiten statt.

 

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„Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, erklären die drei Düsseldorfer. Schließlich sind Kunden- und Firmenevents ein wichtiges Standbein für die Nachtresidenz – vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Gerade führten Daniel Kutscha und Gregor Schleich noch eine große Veranstaltung in einer  alternativen Location – dem Fernsehturm – durch. Dass es jetzt endlich wieder in der Resi weitergeht, ist ein Fortschritt, der vor vier Wochen fast noch undenkbar schien.

Nachtresidenz Düsseldorf: Sanierungen und Renovierungen auf eigene Kosten

Rückblick: Gerade einmal drei Wochen hatte die Nachtresidenz nach einer langen Corona-Pause wieder geöffnet, als in der Nacht zum 27. März 2022 nach dem Auftritt von Rapper Bausa ein Teil der Decke einstürzte und vier Personen verletzteSeitdem waren die Türen wieder geschlossen. Wie es zu dem Einsturz genau kommen konnte, ist nach wie vor unklar. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine mutmaßlich verantwortliche Person aus einem Bauunternehmen, das kurz zuvor an der Decke gearbeitet hatte. Die Vorwürfe: Baugefährdung und fahrlässige Körperverletzung. Ein möglicher Prozess könnte sich über mehrere Jahre ziehen. Sollte die Resi in der Zeit nicht öffnen können, befürchtete Betreiber Marcel Oelbracht Anfang August, hätte dieses schwerwiegende Konsequenzen für den weiteren Betrieb.

Doch zum Glück sieht die Welt ein paar Wochen später anders aus, denn die Nachtresidenz darf die Türen öffnen! Aufgrund der entstandenen Schäden sind Sanierungen und Renovierungen in einem mittleren sechsstelligen Betrag notwendig, die der Club-Chef jetzt durchführt. Und zwar auf eigene Kosten, da die Schuldfrage nicht geklärt ist. Im September ist dann alles fertig, die ersten Corporate Events stehen an. Auch für die weiteren Monate sind schon zahlreiche Kunden-Veranstaltungen gebucht.

Nachtresidenz Düsseldorf: Halloween, Silvester – wann geht es mit den öffentlichen Partys wieder los?

Und wie sieht es mit den öffentlichen Partys aus? „Hier wird es in diesem Jahr wohl mindestens ein oder zwei große Termine geben“, so Marcel Oelbracht. Der Geschäftsführer nennt Halloween und Silvester als mögliche Veranstaltungen. Und gibt auch gleich die Gründe für die zurückhaltende Planung an. „Für die Wintermonate rechne ich mit strengeren Corona-Regeln“, erklärt der Düsseldorfer. „Außerdem machen die steigenden Energiepreise und auch die sonstigen anfallenden Kosten den Menschen sehr zu schaffen – da kommt ein Club-Besuch weniger in Frage!“

Dazu kommt auch noch das fehlende Personal. Vielen musste er nach dem Deckeneinsturz kündigen, übrig ist von den ursprünglich 180 Mitarbeitern lediglich ein kleiner Teil. Mit diesem lassen sich die Corporate Events problemlos durchführen, aber der reguläre Club-Betrieb erfordert eine ganz andere Personaldecke.

Sollte sich die Situation aber ändern, würde Marcel Oelbracht auch schon in diesem Jahr mehr Partys veranstalten. Alles natürlich unter der Vorrausetzung, dass es für die Nachtresidenz eine längerfristige und damit wirtschaftliche Perspektive gibt.