Viel Kritik im Netz: Düsseldorfer Eiscafé erzürnt Gäste mit Wucherpreisen

Das Eiscafé "Ra Luna" polarisiert derzeit mit seinen Preisen. Von den Kunden werden diese im Netz abgestraft, die Betreiber aber sind sich keiner Schuld bewusst.
Düsseldorf Rheinufer
Beliebtes Ziel: Menschen gehen am Sonntag bei Sonnenschein am Rheinufer spazieren. Foto: Marcel Kusch/dpa
Düsseldorf Rheinufer
Beliebtes Ziel: Menschen gehen am Sonntag bei Sonnenschein am Rheinufer spazieren. Foto: Marcel Kusch/dpa

Das Eiscafé „Ra Luna“ an der Rheinpromenade in Düsseldorf zieht derzeit den Unmut vieler Gäste auf sich. Grund dafür sind die deftigen Preise, die man im Lokal zu zahlen hat. Ein Cappuccino kostet 5,90 Euro, ebenso ein 0,2 Liter großes Glas Sprite. Ein Weizen 0,5 Liter kostet 9,90 Euro und ein Glas Wein sogar 14,90.

Hier argumentiert Unuar Suroglu, der Vater der Inhaberin, in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ noch, dass man das Augenmerk auf die Speisen und nicht auf die Getränke legen möchte. Doch auch das Eis und andere Angebote vor Ort rufen viel Kritik hervor. So kostet der „Hausbecher“ 23,90 Euro, ein Schokoladenbecher 14,90 Euro.

Viele Menschen im Internet laufen Sturm gegen die Preise. Inzwischen finden sich bei Google, Restaurantguru und Co. etliche Negativberichte. „Die Preise sind sogar für Düsseldorfer Verhältnisse eine Frechheit“, heißt es dort unter anderem. Das man inzwischen nur noch Getränke bekomme, wenn man auch etwas zu essen bestellt, stößt ebenfalls vielen Kunden übel auf.

„Sind nicht auf Umsatz angewiesen“

„Nachdem wir uns heute ins Café setzen wollten um einen (extrem teuren) Cappuccino zu trinken wurde uns gesagt dass wir dies nur ‚dürfen‘ wenn wir uns eine Waffel oder ein Eis bestellen“, schrieb eine Frau. „Kein Cappuccino mehr, es sei denn man isst eine Waffel oder ein Eis dabei. Wo gibt’s denn so was?“, fragt ein weiterer Gast.

Von Café-Seite begegnet man den Vorwürfen damit, dass man wisse, worauf man sich einlasse. Schließlich würden die Karten offen ausliegen. Heißt, wer nicht vorher in die Karte schaut, soll sich hinterher nicht beschweren. Dass es hingegen auch viele Menschen gebe, die nach einem Blick in die Karte beinahe fluchtartig ihre Plätze wieder verlassen, nehme man so hin.

Es sei halt eine Standortfrage. Denn im Herbst und Winter sei wenig los, die Miete aber müsse trotzdem bezahlt werden. „Wir sind ein Familienbetrieb. Anders geht es heutzutage auch nicht mehr. Gastronomie ist unsere große Leidenschaft. Wir sind nicht unbedingt auf den Umsatz angewiesen“, so Suroglu im Interview. „Wir wollen uns diese Saison anschauen und dann überlegen, ob und wie wir weitermachen.“

Wenn es nach den Bewertungen und Aussagen der Gäste geht, dürfte im Herbst Schluss für das Ra Luna sein.

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