Kuriosum im internationalen Fußball: Kurz vor einem Testspiel in Frankreich musste die durch zahlreiche Corona-Fälle geschwächte ukrainische Fußball-Nationalmannschaft ihren 45 Jahre alten Torwarttrainer Alexander Schowkowski in den Kader aufnehmen.

„Die Situation könnte leicht lustig sein, wenn sie nicht so betrüblich für die Mannschaft wäre“, sagte Schowkowski einer Mitteilung zufolge am Mittwoch. Er sei in guter physischer Verfassung, rechne aber nicht damit, dass er den gesetzten Georgi Buschan ersetzen müsse.

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Der Torwarttrainer und Assistent von Cheftrainer Andrej Schewtschenko hatte seine Profikarriere 2016 beendet. Früher spielte er für Rekordmeister Dynamo Kiew. Zu einem Comeback kam es am Mittwochabend dann auch tatsächlich nicht. Wobei es sicherlich interessant gewesen wäre, ob der 45-Jährige sich besser geschlagen hätte als Buschan, der sieben Tore kassierte (Endstand: 1:7).

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Wegen Corona-Infektionen und Verletzungen fehlen Schewtschenko mehr als sechs Stammspieler. Alle drei Torwarte wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Auch Mittelfeldstar Jewgeni Konopljanka konnte nicht nach Paris fliegen.

Deutschland nur 3:3 – Samstag gegen die Ukraine

Am Samstag spielt die Ukraine in der UEFA-Nations-League in der Hauptstadt Kiew gegen Deutschland. Die Elf von Jogi Löw kam am Mittwoch ihrerseits nicht über ein 3:3 gegen die Türkei hinaus:

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Interims-Kapitän Draxler (45.+1), Debütant Florian Neuhaus (58.) und Luca Waldschmidt (81.) hatten die Gastgeber immer wieder in Führung gebracht. Der türkische Kapitän Ozan Tufan (49.), Efecan Karaca (67.) und der Düsseldorf-Profi Kenan Karaman (90.+4) sicherten den Gästen aber noch das Remis.

„Wir haben die Türken eingeladen, Tore zu schießen“, sagte Draxler. „Es fängt schon vorher an. Wenn du 2:1 führst, musst du es souveräner spielen. Das haben wir nicht geschafft, das ist enttäuschend.“ Gegen die Ukraine soll es nun besser werden – und endlich der erste Sieg in der Nations League her.

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Der Bundestrainer wird erst am Donnerstag entscheiden, mit welchem Personal er nach Kiew aufbricht. „Wir werden erst noch eine Bestandsaufnahme machen“, sagte Joachim Löw. Stürmer Timo Werner soll zunächst nach Köln anreisen, sein grippaler Infekt habe sich gebessert, die Blutwerte seien in Ordnung, berichtete er.

Auch der Münchner Serge Gnabry ist erkältet und konnte am Mittwoch noch nicht trainieren. Mit Toni Kroos, der zuletzt an einem Muskelfaserriss im Gesäßbereich litt, will Löw ebenfalls erst noch reden. Der DFB-Chefcoach wird „mit 20, 21 Feldspielern und drei Torhütern“ anreisen.

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Auch auf Seiten der Gastgeber ist aufgrund der Ausfälle weiter unsicher, wer gegen die DFB-Auswahl aufgestellt wird. Bürgermeister Vitali Klitschko ließ unterdessen trotz Corona-Quarantänemaßnahmen Zuschauer für das Spiel im Olympiastadion zu. Vielleicht sehen sie Alexander Schowkowski ja in Aktion.

Quelle: dpa