Diese Wassermarke kennt jeder, doch sie verschwindet jetzt vom Markt

Strategiewechsel im Hause Nestlé! Die Wassermarke Vittel verschwindet noch vor dem Sommer komplett vom deutschen Markt. Das gab der Konzern bekannt. Der Grund: Man wolle sich auf Premium-Wasser konzentrieren.
Vittel Wasser Flaschen
Foto: Shutterstock/Karolis Kavolelis
Vittel Wasser Flaschen
Foto: Shutterstock/Karolis Kavolelis

Bei der Wasserwahl scheiden sich in Deutschland die Geister. Die einen schwören auf Glasflaschen, andere achten auf den Natriumgehalt, wieder andere kaufen im Getränkemarkt einfach das Wasser, das gerade im Angebot ist und dann gibt es noch Stammkäufer, die seit Jahren auf eine ganz bestimmte Wassermarke schwören. Solltet ihr zur letzten Gattung gehören und regelmäßig nach Vittel greifen, müsst ihr euch schon bald anderweitig umschauen.

Der Lebensmittelriese Nestlé nimmt seine Wassermarke Vittel vom Markt in Deutschland und Österreich. Man werde das lokale Geschäft noch vor dem Sommer beenden, erklärte am Mittwoch ein Sprecher der Deutschland-Zentrale in Frankfurt. Gleiches gelte für die Wassermarke Contrex. Zuvor hatte die „Lebensmittelzeitung“ berichtet.

Das stille Vittel-Wasser aus den französischen Vogesen erfüllt offenbar nicht mehr die Margenerwartungen des Schweizer Weltkonzerns. Nestlé will sich künftig weltweit auf Premium-Wasser konzentrieren. Für den deutschen Markt setzt das Unternehmen auf die Marken San Pellegrino und Aqua Panna, die einen starken Fokus in der Gastronomie haben. Von seinen regionalen Brunnenbetrieben in Deutschland hatte sich der Konzern schon vor Jahren getrennt.

Im vergangenen Jahr hatte der Discounter Lidl die Vittel-PET-Einwegflaschen aus den Regalen verbannt und stattdessen das Konkurrenz-Produkt Volvic von Danone gelistet. Damit fiel ein wichtiger Vertriebsweg auf dem deutschen Markt weg. Der Brunnen in Vittel soll dem Nestlé-Sprecher zufolge weiter betrieben werden. In der Vergangenheit hatte es starke Kritik gegeben, dass dort zu viel Wasser entnommen werde.

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dpa