Foto: Screenshot Twitter
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Eine junge Frau bestellte in einem deutschen Restaurant in den USA ein veganes Essen – und zeigte sich über die Zubereitung erschrocken. Ihrem Ärger machte sie via Twitter Luft, doch die Restaurantbetreiberin schoss zurück.

„Kathrin’s Biergarten“ ist ein typisches deutsches Restaurant im US-Bundesstaat Kalifornien. Neben Klassikern wie Currywurst und Sauerkraut bietet das Restaurant auch eine kleine Auswahl an vegetarischen und veganen Speisen an – für die vegane Foodbloggerin Taylor Mooney Grund genug, sich der Sache mal anzunehmen.

Taylor entschied sich für den „Vegan Pretzel bun“, ein mit „leckerem Gemüse“ gefülltes Brötchen. Der erste Aufreger: Nachdem der Rest ihrer Familie das Essen bereits lange serviert bekam, musste sich Taylor in Geduld üben. Zwei Stunden wartete sie auf ihr Gericht, um dann ein eher lieblos angerichtetes Brötchen gereicht zu bekommen, wie die folgenden Bilder zeigen.

Zugegeben: Wirklich schmackhaft sieht das Gemüsebrot nicht aus. Taylor war außer sich und berichtete Unilad: „Alle anderen bekamen große Teller mit jeder Menge Essen und bei mir kam ein Teller mit sowas. Es sah einfach nur traurig aus, unsere Kinnladen fielen regelrecht runter.“ Zuvor war sie noch voller Vorfreude, da das Restaurant laut Taylor damit wirbt, veganerfreundlich zu sein.

Als waschechte Influencerin informierte Taylor ihre Twitter-Follower selbstredend über den Vorfall und bekam gemischte Reaktionen. „Das ist der Grund, warum ich kein Veganer bin“, sagte einer. Andere ermutigten sie dazu, eine negative Bewertung beim Empfehlungsportal „Yelp“ abzugeben. Die Bloggerin vergab einen von fünf Sternen.

Restaurant-Inhaberin Kathrin antwortete selbst und entschuldigte sich. Was Taylor zum Verhängnis wurde: Ausgerechnet am Tag ihres Besuchs fand das erste WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko statt, das in den USA auch noch zufällig auf den Vatertag fiel. Zudem war der Stammkoch nicht im Dienst, die beiden Vertreter hatten erst ihren zweiten Tag. Es sei alles drunter und drüber gegangen.

Die deutschstämmige Besitzerin bat weiter um Verständnis: „Ich weiß, ich habe versagt. Ich habe so viel Geld verloren, aber noch schlimmer ist, dass ich so viele Kunden enttäuscht habe. Es ist mein erstes Jahr, meine erste WM, mein erster Vatertag, ich muss noch viel herausfinden. Ich wünschte, sie hätte nach mir gefragt und wir hätten drüber sprechen können. Es tut mir leid!“

Eine Einschränkung machte die selbständige Auswanderin jedoch. Sie antwortete kurz darauf ein zweites Mal auf die negative Bewertung: Die Beschwerde Taylors, es habe nur eine vegane Speise gegeben, sei unfair. „Wir sind ein deutsches Restaurant und Deutsche lieben Wurst und Schnitzel. Wir werben nicht damit, veganerfreundlich zu sein. Wir bieten lediglich drei vegetarische und eine vegane Speise an.“

Zum Schluss legte Kathrin nochmal nach: „Sich aufzuregen, dass das zu wenig ist, ist wie, wenn man in ein veganes Restaurant geht und sich aufregt, dass es kein Steak gibt.“

Die Food-Bloggerin zeigte sich, vor allem aufgrund der zweiten Antwort, wenig verständnisvoll und äußerte sich noch einmal via Twitter: „Boah, der letzte Teil ist so nervig.“

Ein zweites Mal wird Kathrin die Influencerin wohl nicht mehr in ihrem Biergarten begrüßen.

Doch „Kathrin’s Biergarten“ war nicht der einzige Biergarten in den USA, dem am Vatertag ein Malheur unterlief. Lesen Sie hier, was in einem Biergarten in New York passierte.