Im Normallfall schleicht sich ein Fuchs in einen Hühnerstall, um Beute zu machen. In Frankreich wurde ein Fuchs nun offenbar selbst zum Opfer. Spuren am Körper des Tieres lassen vermuten, dass der Fuchs von einer aufgescheuchten Horde Hühner totgepickt wurde.

Wie die britische „BBC“ und der „Guardian“ berichten, sollen sich in einer Geflügelfarm in Frankreich mehrere Hühner zusammengetan haben, um den ungebetenen Eindringling zu attackieren. Demnach sei der Fuchs am Abend in den Hühnerstall mit rund 3000 Hennen geschlichen, konnte aus diesem aber nicht mehr entkommen, da sich eine per Zeitschaltuhr betriebene Ausgangsklappe hinter ihm geschlossen habe.

Eine Gruppe Auszubildener hätte den toten Fuchs dann am nächsten Morgen bei einem Kontrollrundgang in einer Ecke des Stalls gefunden. Pascal Daniel, Leiter der landwirtschaftlichen Berufsschule Le Gros-Chene, erklärte der Nachrichtenagentur AFP: „Der Herdeninstinkt wurde ausgelöst, und dann haben sie das Tier mit ihren Schnäbeln attackiert.“ Spuren an dem toten Fuchs würden zudem für zahlreiche „Schnabelhiebe gegen den Hals“ sprechen.

Weiter erklärte Daniel, dass der etwa fünf bis sechs Monate alte Fuchs schon allein ob der großen Anzahl an Hühnern Panik bekommen haben könnte. Hennen könnten zudem „sehr hartnäckig“ sein. Vor allem, „wenn sie in einer Gruppe auftreten.“

In der Geflügelfarm sollen den Berichten zufolge insgesamt etwa 6000 Hühner leben, die sich tagsüber vor allem draußen aufhalten würden. Erst mit Sonnenuntergang würden die Tiere in ihren Stall zurückkehren. Das letzte Mal, dass sich ein Fuchs in den Stall geschlichen habe, sei es jedoch für die Hühner „sehr viel schlechter ausgegangen“, so Daniel.

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