Ziegelsee in Schwerin
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Rettungskräfte haben in Schwerin einen Mann nach einem nächtlichen Tauchgang in einem innerstädtischen See tot aus dem Wasser geborgen.

Bei dem 35-jährigen Brandenburger wurde Munition gefunden, die er vermutlich vom Grund des Sees herauf holen wollte, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock am Montag sagte.

Im Ziegelsee in Schwerin hatten Wehrmachtssoldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs Unmengen an Waffen und Munition versenkt, die bis heute nicht geborgen wurden. Darum ist das Tauchen in dem See nicht erlaubt. Das Verbot wird jedoch immer wieder missachtet.

Der 35-Jährige wurde den Angaben zufolge gegen 01.30 Uhr von seinem Tauchpartner als vermisst gemeldet. Von einem Polizeihubschrauber aus sahen Rettungskräfte kurz nach Sonnenaufgang Luftblasen, in deren Nähe der Vermisste dann gefunden wurde.

Die Todesursache ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Sie soll durch eine Obduktion geklärt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt inzwischen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.