Foto: vaalaa / Shutterstock.com
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Ellie Holman und ihre erst vier Jahre alte Tochter sind nach einem achtstündigen Flug von London nach Dubai festgenommen und drei Tage lang in eine verdreckte Zelle gesperrt worden. „Ich habe mein kleines Mädchen noch nie so weinen gehört, wie sie es in dieser Zelle getan hat“, berichtet die Mutter schockiert. Das Schlimme: Der Grund für die Verhaftung ist absolut nichtig.

Den 13. Juli 2018 wird Ellie Holman, eine Zahnärztin aus Sevenoaks in der englischen Grafschaft Kent, so schnell nicht wieder vergessen. Gemeinsam mit ihrer vierjährigen Tochter Bibi ist sie an diesem Tag von London mit der Fluggesellschaft Emirates in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen. So, wie sie es zuvor schon einige Mal getan hat. Es sollte der Auftakt eines wahren Höllentrips sein.

Denn, wie die Daily Mail berichtet, habe ein Beamter bei ihrer Ankunft am Flughafen in Dubai festgestellt, dass das Visum der 44-Jährigen nicht gültig sei, obwohl sie der Meinung war, dass es noch nicht abgelaufen war. Holman solle sofort ein Ticket für einen Flug zurück nach London kaufen und wieder ausreisen, lautetet die Anweisung des Beamten. Damit war die Ärztin allerdings nicht einverstanden. Sie schlug vor, direkt am Flughafen ein neues Visum zu beantragen.

In der darauffolgenden Diskussion habe der Beamte sie dann schließlich gefragt, ob sie Alkohol getrunken habe. Holman bejahte: „Ich habe ihm gesagt, dass ich während des Fluges ein Glas Wein getrunken habe, dass mir von den Mitarbeitern der Emirates Airline kostenlos angeboten wurde.“ Die antwort ds Beamten verblüffte die Zahnärztin dann aber: Der Besitz von Alkohol und auch der Konsum sei nicht gestattet.

Da der Offizielle immer nervöser und unhöflicher geworden sei, habe Holman schließlich angefangen, den Beamten mit ihrem Handy zu filmen. Innerhalb von Sekunden sei sie dann von weiteren, bewaffneten Beamten umzingelt worden, da das Filmen eines Beamten eine Straftat sei. Kurzerhand habe man Holman daraufhin das Handy abgenommen und sie und ihre Tochter in eine „übel riechende“ Zelle auf einer Polizeiwache gesperrt.

Ihrer Bitte nach Wasser und Essen seien die Beamten zunächst nicht nachgekommen. Das, was sie dann doch noch bekommen hätten, habe nach „verfaultem Müll“ gerochen. Selbst eine Toilette hätten sie und ihre Tochter nicht benutzen dürfen. „Meine Tochter ist ein fröhliches, lächelndes Mädchen, aber sie hatte schreckliche Angst“, berichtet Holman.

Ihr Ehemann Gary, der von seiner Frau nichts gehört hatte, ist schließlich selbst nach Dubai geflogen. Dort angekommen durfte er zumindest seine Tochter wieder mit nach Hause nehmen. Seine Frau wurde nur gegen Kaution freigelassen, darf das Land allerdings noch nicht verlassen: „Mein Reisepass bleibt konfisziert, bis der Fall geklärt ist, was, wie mir gesagt wurde, mindestens ein Jahr dauern wird“, so Holman.

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