Foto: Shutterstock/Svetlana Karpova
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Da fehlen einem die Worte! In der nordrhein-westfälischen Stadt Unna musste die Mutter eines Kleinkindes mit Down-Syndrom ein halbes Dutzend Friseurgeschäfte abklappern, ehe ihr Nachwuchs bedient wurde. Der Grund dafür: seine Behinderung.

Wie „Der Westen“ berichtet, wurde Petra mit ihrem kleinen Mika mehrfach abgewiesen, obwohl die Mutter nur einen unkomplizierten Haarschnitt für den 13 Monate alten Jungen wollte. Wie die Frau selbst sagt, weigerten sich die Friseure wegen des Down-Syndroms.

„Einer der Friseuren sagte ‚Solchen Kindern schneiden wir nicht die Haare‘, ein anderer sagte, dass er Mika nicht die Haare schneiden kann, wenn er den Kopf nicht halten kann“, erklärte die Mutter. 

Doch wie sie weiter erzählt, war es nicht das erste Mal, dass die junge Familie wegen der Behinderung von Mika benachteiligt wurde. Bei einer Wohnungssuche erlebte Petra ähnliche Probleme. „Erst war alles in Ordnung. Doch als ich dann Mika mit seiner Behinderung erwähnte, war dann irgendwie nichts mehr okay.“

Bei der Suche nach einem Friseursalon gab es allerdings noch ein Happy-End: Es fand sich letztlich doch noch ein Laden, in dem Mika bedient wurde. Der Friseur postete sogar Bilder von sich mit dem kleinen Kunden auf seiner Facebook-Seite hoch und schreibt, dass er ihm eine „Ehre“ gewesen sei, den 13 Monate alten Jungen zu bedienen. Zudem zeigte der Besitzer von „Hairb&b“ sein Unverständnis über seine Kollegen und bezeichnete wir Verhalten als „Unmenschlichkeit“.

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