Der Kampf um Follower auf Instagram ist hart. Und weil die Influencer weltweit ihre Brötchen mit ihren Postings verdienen, müssen sie sich immer neue Sachen einfallen lassen. Das weiß auch Yvonne Pferrer.

Die 25-Jährige ist bekannt für die Bilder ihrer schier unzähligen Reisen. Immer wieder nimmt sie ihre Abonnenten mit an die exotischsten und schönsten Orte dieser Welt. Und ihre Schnappschüsse scheinen gut anzukommen, schließlich vereint sie bereits mehr als 1,2 Millionen Abonnenten auf Instagram. Bei solchen Aussichten aber auch kein Wunder:

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Mit einem ihrer neuesten Fotos ist die ehemalige „Köln 50667“-Darstellerin jetzt aber in ein mächtiges Fettnäpfchen getreten. Denn auf der Suche nach dem perfekten Schnappschuss hat es Pferrer ins Berchtesgadener Land verschlagen, genauer gesagt in die Pools des Königbach-Wasserfalls über dem Königssee. Das Problem: Das Baden in den Becken ist verboten. Erst im April vergangenen Jahres bezahlten zwei junge Männer die Aktion wegen des Schmelzwassers und der dazugehörigen Strömung mit dem Leben.

Und bereits nach kurzer Zeit machten die Betreiber der Instagram-Seite des Nationalparks Berchtesgarden genau auf diese Gefährlichkeit aufmerksam – mit folgendem Kommentar unter dem Beitrag: „Liebe Yvonne, wir, der Nationalpark Berchtesgaden haben Deinen Post seit gestern gesehen und die Kommentare beobachtet. Nun auch von unserer Seite: Du hast eine sehr hohe Reichweite und damit viel Einfluss auf viele Menschen. Dir sollte bewusst sein, dass diese Bilder vom Wasserfall auf Instagram auf die Natur, Tiere und Pflanzen, die Besucher und Deine Follower sehr schlimme Folgen nach sich zieht. Vor Ort ist bereits alles zertrampelt. Es wird dort Müll hinterlassen, Lagerfeuer gemacht und campiert. Das ist alles im Nationalpark verboten. Es hat im Pool bereits Tote gegeben. Die Natur wird aufgrund der Posts auf Instagram zerstört. Sei verantwortungsvoll mit Deinen Mitmenschen und der Natur. Lösche Deinen Post. Verzichte dringend auf eine Wegbeschreibung. Auch Drohnenflüge sind im Nationalpark verboten, wir prüfen diese Aufnahmen jetzt. Nimm gerne auch direkt mit uns Kontakt auf. Wir haben Dich gestern bereits per eMail angeschrieben und Dich um Löschung gebeten.“

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Während es auch vonseiten der Fans einiges an Kritik gibt, stößt diese bei Pferrer offenbar nicht auf fruchtbaren Boden: Denn das Foto wurde nicht gelöscht. Sie gibt lediglich einen – zugegeben ausführlichen – Hinweis von ihr, den sie nachträglich hinzugefügt hat: „**Text Anpassung*** ➡️Info: Nachdem wir diesen wunderschönen und einzigartigen Ort besucht haben, hat der Nationalpark Berchtesgaden mit uns das offene Gespräch gesucht um auf folgende Problematik aufmerksam zu machen: ➡️Der Ort stellt zu große Gefahren da ➡️Müll und Trampelpfade greifen negativ ins Ökosystem ein.
Der Nationalpark möchte also nicht, dass noch mehr Menschen hierherkommen!
Uns ist die offene Kommunikation wichtig und wie immer möchten wir euch auch diese Info weiter geben, um damit die Natur zu schützen. ❤️🌱“

Bleibt zu hoffen, dass es nicht zu Nachahmungen kommt und kein Menschenleben gefährdet wird. Denn das ist selbst das schönste Foto nicht wert!

Doch es gibt auch Influencer, die weder sich, noch ihre Fans und potenzielle Nachahmer mit ihren Schnappschüssen auf Instagram gefährden:

Diese 25 Instagram-Models fotografieren nämlich vor allem eins: sich selbst. Und dabei tragen sie wenig bis gar keine Kleidung. Das muss nicht jeder gut finden, doch sicher ist: Bei diesen Fotos kommt es im Nachhinein zu keinen Komplikationen und Schwierigkeiten. Das ist doch auch schon viel wert.