Laura Müller Let's Dance
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Unter dem Motto „Magic Moments“ sind die Promis bei „Let’s Dance“ im Achtelfinale in den Mai getanzt. Laura Müller performte vernünftig, aber das war an diesem Freitagabend nichts mehr wert.

Ihr „magischer Moment“ überzeugte zwar die Jury, doch das Fernseh-Publikum der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ hatte offenbar keinen Bock mehr auf die Frau, die durch ihre Liaison mit dem Schlagersänger Michael Wendler vor gut anderthalb Jahren das Licht des Promi-Himmels entdeckt hatte. Laura Müller ist trotz guter tänzerischer Darbietung im Achtelfinale ausgeschieden.

In der neunten Sendung am Freitagabend ging es um die großen emotionalen Augenblicke der Promis. Für die 19-Jährige war das der Heiratsantrag von Schlagersänger Michael Wendler: „Jeder Moment mit ihm ist einfach nur magisch.“

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Mit Partner Christian Polanc tanzte das Model einen Freestyle aus einem Tango Argentino, Paso Doble und Contemporary zu dem Lied „Never Tear Us Apart“ von Bishop Briggs. Das brachte ihr 22 von insgesamt 30 möglichen Jurypunkten ein.

„Zum ersten Mal hab ich das Gefühl, dass ihr zusammengetanzt habt“, lobte Jurorin Motsi Mabuse. Allerdings müsse sie an ihrer Stabilität arbeiten. „Was mir ein wenig gefehlt hat, ist diese Geschmeidigkeit manchmal“, urteilte der gewohnt strengere Joachim Llambi.

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Müller gewann anschließend auch ihr Tanzduell gegen Komikerin Ilka Bessin im Bollywood-Stil. 24 weitere Jury-Punkte gab es dafür und dennoch reichte es nicht für die nächste Runde. „Ich hab’s bis in Show 9 geschafft, das ist schon mein Sieg“, sagte Müller bereits vor der Rauswurf-Verkündung, als hätte wäre sie bereits sicher, dass ihre Leistung nicht ausreichte. Besser gesagt: Ihre Sympathie-Punkte reichten nicht.

4,62 Millionen Zuschauer sahen somit, dass Komikerin Bessin nach – gelinde ausgedrückt – überschaubarer Tanzleistung ud deutlich weniger Jurypunkte (11 plus 16) am kommenden Freitag wieder an den Start gehen darf.

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So ist das Konzept der Sendung: Es zählt beides: Tanzleistung und Sympathiewerte. Das hat den Vorteil, dass die Tanzgötter nicht einfach gewinnen. Und es hat das für Laura Müller bittere Geschmäckle, dass sie hätte machen können, was sie wollte – gegen Bessin hätte es trotzdem nicht gereicht. Da hätte sie eigentlich gleich beim Wendler bleiben können.

Dabei hatte Bessin tänzerisch jetzt nicht wirklich vie getan, um weiterzukommen. Immerhin, die Komikerin schlüpfte für ihren ersten Tanz in den pinken Jogginganzug ihrer alten Bühnenrolle „Cindy aus Marzahn“. Die 48-Jährige wollte damit ihre Veränderung von „Ilka“ zu „Cindy“ darstellen.

Unterstützung auf dem Parkett bekam sie dabei von Entertainer und „Freund“ Oliver Pocher, der als Cindys Freund „Enrico“ mit Vokuhila und Schnäuzer auftrat. Den Freestyle aus Hip Hop und einem Langsamen Walzer fand die Jury mit elf Punkten aber eher überschaubar.

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Der Spannungsbogen am Schluss war okay, allerdings bedeutet der Ausgang, dass es kommende Woche wohl langweilig werden wird. Denn bei Bssin ist tänzerischer weiterhin nicht viel zu erwarten. Die verbliebenen fünf anderen Paare tanzen in einer anderen Welt, so dass es dann wieder die Zuschauerstimmen richten müssten. Doch weil keine zweite sympathie-schwache Laura Müller in Sicht ist, dürfte das Bessins sicheres Aus bedeuten. Aber wie heißt es so schön: „Es ist erst zu Ende, wenn die dicke Frau gesungen hat.“

Laura Müller hat, was sie wollte: noch ein wenig mehr Bekanntheit. Nach Sommerhaus der Stars, Playboy-Shooting und Let’s Dance geht es jetzt für die 19-Jährige mit der Hochzeit in Las Vegas weiter. Die wird wohl ebenfalls live im TV zu sehen sein.

Lili Paul-Roncalli räumt ab

Unter dem Motto „Magic Moments“ setzten die Promis ihre Lieblingsmomente im Leben als Tanz um. Große Abräumerin des Abends: Artistin Lili Paul-Roncalli mit Partner Massimo Sinató, deren Performance zu dem Soundtrack des Sciene-Fiction-Films „Matrix“ und im Tanzduell jeweils mit der Höchstwertung belohnt wurde.

Die Filmmusik erinnere die 21-Jährige an ihre Kindheit im Zirkus, als sie als sogenannter „Schlangenmensch“ für die Zuschauer ihren Körper verbog. „Man hat mal eine andere Seite vom Tanzen gesehen. Das war schon großes Kino“, sagte Llambi.

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Tijan Njie (28) ließ bei Mabuse die Tränen fließen. Der Schauspieler tanzte mit Partnerin Kathrin Menzinger zum Lied „The Book Of Love“ einen Rumba für seine Mutter. „Zusammen habt ihr was Magisches geschafft, unser und eurer magischer Moment“, bewertete die Jurorin. Dafür gab es insgesamt 27 Punkte.

Zum Schutz vor dem Corona-Virus fand die Sendung wieder ohne Studiopublikum statt, der Applaus für die Kandidaten kam dafür vom Band. Am nächsten Freitag müssen sich die fünf Paare im Viertelfinale erneut in zwei Tänzen beweisen: Im „Challenge-Tanz“ sollen sie dabei eine Requisite mit einbinden.

Quelle: mit dpa-Material