Raul Richter Dschungelcamp
Foto: TV Now

In diesem Jahr steht das Dschungelcamp unter einen besonderen Stern. Grund dafür ist die aktuell bedrohliche Lage in Australien, wo das RTL-Format produziert wird. Raul Richter wollte darauf aufmerksam machen, löste aber einen Shitstorm aus.

Auf Instagram hat sich der Schauspieler, der ab 10. Januar bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ zu sehen ist, an seine über knapp 130.000 Follower gewandt – zu einem Bild, das einen Feuerwehrmann in einem Waldbrandgebiet zeigt. Er hilft einem angeschlagenen Tier, gibt ihm Wasser aus einer Plastikflasche.

Richter appelliert, hofft auf Spenden seiner Follower für die vom extremen Klima betroffenen Gebiete in Australien, die mit Dürre und Waldbränden zu kämpfen haben: „Ich will meine aktuell gute Reichweite dazu nutzen, um euch für das Thema Klimawandel sensibilisieren.“

„Aus gegebenem Anlass ist es tatsächlich paradox, dass wir für eine Unterhaltungsshow in ein Land fliegen, in dem gerade Menschen um ihr Leben kämpfen und viele, viele Tiere diesen Kampf bereits verloren haben“, schreibt er.

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Veröffentlicht wurde der Post – glaubt man der Ortsangabe – am Flughafen von Singapur, auf dem Weg nach Australien für das Dschungelcamp. Dort wird er für eine Gage bis zu zwei Wochen in einer künstlich angelegten Location mitten in der Wildnis verweilen. Da passt das Wort „paradox“ ziemlich gut.

Für den TV-Sender geht es dabei natürlich in erster Linie um gute Quoten, für den Zuschauer um einen Unterhaltungswert irgendwo zwischen Amüsement und Fremdschämen. Auch dafür nehmen die Teilnehmer sowie Mitarbeiter, die an der Produktion beteiligt sind, die Reise ans andere Ende der Welt auf sich.

„Etwas widersprüchlich von dir oder?“, fragt ein Fan. „Das ist nicht paradox, das ist makaber!“, meint ein anderer Nutzer. Viele User sprechen da besonders an, dass Richter die Reise und alles, was im Dschungelcamp passiert, eben fürs eigene Portemonnaie auf sich nimmt.

Die Reaktionen sind auch an dem 32-Jährigen nicht vorbeigegangen, der sich in der Folge noch einmal ermutigt fühlte, seinen eigenen Post zu kommentieren und eine Art Richtigstellung vorzunehmen.

„Wir haben alle Verträge unterschrieben und sind verpflichtet diese einzuhalten! Natürlich spende ich auch einen Teil meiner Gage“, versucht der ehemalige GZSZ-Star zunächst zu besänftigen, um dann in die Offensive zu gehen. „Statt feindliche Kommentare zu schreiben, soll man sich lieber überlegen, welchen Teil man selbst beitragen kann.“

Weil der Begriff „paradox“ im Kontext seines Instagram-Posts ja schon mehrfach gefallen ist, setzt Richter selbst noch einen drauf und liefert eine merkwürdige Rechtfertigung: „Übrigens: die Australian Open finden auch statt, ein Event mit weltweiter Aufmerksamkeit.“

Also ist die Herangehensweise offenbar nun: „Wenn die das dürfen, dürfen wir das doch wohl auch“. Das wird den Personen, die sich aktuell in einer Notsituation befinden und denen er ursprünglich helfen wollte, aber auch nichts bringen. Wenige Stunden später gab Richter – in Australien angekommen – per Insta-Story übrigens ein Update und strahlte, wie „traumhaft“ es doch am Strand sei.