Matze Knop
Foto: Axel Heimken/dpa

Matze Knop ist eigentlich nicht für Skandale bekannt. Doch nach einem Tweet über das Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen dem SC Paderborn und dem FC Schalke 04 hat der Comedian einen Shitstorm geerntet.

Nach dem 5:1-Erfolg der Schalker twitterte er ein Bild der Torschützen und schrieb dazu: „Was waren das noch Zeiten, als die Namen bei Schalke 04 noch Fischer, Fichtel, Anderbrügge, Thon, Huntelaar, Raúl und Neuer hießen. Die Torschützen von heute gegen den SC Paderborn.“ Getroffen hatten Salif Sané (33.), Suat Serdar (49.), Amine Harit (71., 85.) und Ahmed Kutucu (83.).

Die Reaktion der Nutzer ließ nicht lange auf sich warten, schließlich witterten diese – nicht ganz ungerechtfertigt – Rassismus. „Halt dein rassistisches Schandmaul du Volljockel“, schrieb ein Nutzer, ein anderer bezeichnet ihn als „rassistischer Tiefflieger“.

Oder war das doch alles nur PR? „Was waren das noch Zeiten, als die Leute für ein bisschen billige PR keine rassistische Scheiße ins Netz schreiben konnten“, meint eine Userin. Fakt ist: Nach kurzer Zeit löschte Knop den Tweet wieder und bezog Stellung: „Ach Leute, so hab ich’s doch gar nicht gemeint. Einfach nur, dass man keinen mehr kennt beim S04. […]“ Es sei schwer geworden, einen Spaß zu machen, „ohne dass einem jemand wieder einen Fehler nachweisen will“.

Doch auch dieser Text verschwand, der 44-Jährige schrieb schließlich: „Liebe Follower, ich meinte lediglich, das man die Namen kaum noch kennt. Keine großen Stars. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn sich einer beleidigt gefühlt hat, tut es mir leid.“ Kurze Zeit später setzte er einen weiteren Tweet ab:

Tatsächlich handelte es sich bei den genannten Namen der ehemaligen Schalke-Stars nicht ausschließlich um deutsche Spieler: Klaas-Jan Huntelaar ist Niederländer, Raúl Spanier. Dass er von Rassismus weiter weg sei „als Lippstadt von der Championsleague“ will die Mehrheit der User trotzdem nicht hören. In Zukunft wird sich Matze Knop daher wohl dreimal überlegen, was er im Internet veröffentlicht.