Foto: dpa/Charles Sykes
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Sein quietschgelber Schwammkopf witzelte sich in die Herzen von Kindern, Eltern und Jugendlichen. Der Schöpfer von „SpongeBob“ ist im Alter von nur 57 Jahren gestorben.

Der Schöpfer der Zeichentrickfigur „SpongeBob Schwammkopf“, Stephen Hillenburg, ist tot. Wie der Fernsehsender Nickelodeon am Dienstag mitteilte, starb er am Montag im Alter von nur 57 Jahren an der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Sein Leiden hatte er im März 2017 publik gemacht. Der Sender gedachte Hillenburg mit einer Schweigeminute, um dessen Leben und Schaffen zu würdigen.

Hillenburg hat mit „SpongeBob Schwammkopf“ eine der bekanntesten Figuren der Zeichentrickgeschichte geschaffen. Die Serie läuft seit 1999 in verschiedenen Ländern im Fernsehen, auch in Deutschland ist sie ein großer Erfolg gewesen. Neben Serienstaffeln entstand auch ein Film aus dem Jahr 2004 und ein Broadway-Musical.

Auf Hillenburg gehen sowohl die Idee, die Drehbücher sowie Produktion und Regie von „SpongeBob“ zurück. Damit konnte er seine Leidenschaft fürs Zeichnen und die Meeresbiologie verknüpfen. Sein stets munterer, etwas naiver, quietschgelber Schwammkopf mit dem Titelsong „Wer wohnt in ’ner Ananas ganz tief im Meer“ fand nicht nur unter Kindern seine Fans, sondern war auch bei Eltern und Studenten beliebt.

„Der Kern der Sendung besteht darin, dass „SpongeBob“ ein Argloser in einer Welt matter Charaktere ist“, sagte Hillenburg im Jahr 2001 der Nachrichtenagentur AP. „Der Rest ist absurde Verpackung.“

Dem Hauptdarsteller stellte Hillenburg viele Meeresgefährten zur Seite. Da wäre „SpongeBobs“ seesternförmige Kumpan Patrick, sein geiziger Boss Mr. Krabs und der stets genervte Thaddäus Q. Tentakel.

„SpongeBob“ könnte in der Unterseewelt Bikini Bottom und mit seinem Job als Krabben-Brater nicht glücklicher sein, doch hat er auch seine Schwierigkeiten. Ständig fällt er durch seine Bootsprüfung, in einer Episode leidet er an einem lädierten Hintern und hat tagelang Angst, sein Ananas-Haus zu verlassen.

Der Synchronsprecher Tom Kenny, der in der US-Version „SpongeBob“ seine Stimme lieh, verlieh dem Erfinder im April einen Sonderpreis bei den Daytime Emmy Awards. Hillenburg selbst verkörpere seine Hauptfigur wie kein anderer, sagte Kenny damals in seiner Rede. „Die Stimmbänder von SpongeBob mögen zwar mir gehören. Doch SpongeBobs ausgelassener Geist der sanften Anarchie, sein Humor und die Freude, die er an seiner energiegeladenen, bunten, musikerfüllten Welt hat, kommt direkt, 100 Prozent, von meinem guten Kumpel, Herr Stephen Hilenburg.“

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(dpa)