Bündnis 90/Die Grünen
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In den Umfragen geht es für die Grünen zu Beginn der Corona-Krise nach unten – dennoch gewann die Partei weiter neue Mitglieder hinzu. Im Frühjahr 2020 wurde zum ersten Mal die Marke von 100.000 Mitgliedern überschritten.

Insgesamt waren es am 27. April 101.561 Mitglieder. Parteichef Robert Habeck sagte, die Geschlossenheit innerhalb der Grünen – im Bundesvorstand, bei Grünen in Bund, Ländern und Kommunalparlamenten sei „so gut wie selten zuvor“. Das und der „Wille, sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen“, sei seiner Meinung nach das Geheimnis des Erfolgs.

Kellner sagte dem Nachrichtenportal t-online.de: „Wir erreichen damit eine neue Stufe in der Entwicklung der Partei.“ Die neuen Mitglieder gäben Rückenwind, „auch für die ja bald wieder anstehenden Wahlkämpfe“. Zum Vergleich: CDU und SPD hatten damals mehr als 400.000 Mitglieder.

Zwischenzeitlich hatten die Grünen in Umfragen stabil mehr als 20 Prozent erreicht und waren der Union sehr nahe gekommen. Im April 2020 lagen sie bei 15 bis 19 Prozent und ungefähr gleichauf mit der SPD, während die Union in der Corona-Krise stark zulegte. Die Debatten würden wieder „weiter und größer“, sagte Habeck. „Es wird wieder eine Phase geben, die das politische Spektrum weiter öffnet.“ Insofern seien ihm die Umfragen „völlig Wurst“.

Quelle: dpa