Europalette
Foto: Patrick Pleul/dpa

Der Begriff „Upcycling“ bedeutet umweltfreundliches Basteln: Aus alten, nicht mehr gebrauchen Dingen, Abfall oder scheinbar nutzlosen Stoffen entsteht etwas anderes in neuer Funktion. „Upcycling“ steht unter dem Motto „Aus alt mach neu“.

Im Internet gibt es zahlreiche Ideenbörsen und Bastelanleitungen, um beispielsweise aus abgelegten Jeans-Hosen eine Tasche zu machen, eine nicht mehr gebrauchte Holz-Tür zum Schreibtisch umzufunktionieren oder alte Löffel in Garderobenhaken zu verwandeln.

Gerade im Bereich von Wohn-Dekorationen und Möbeln ist das „Upcycling“ inzwischen weit verbreitet. So regen diverse Plattformen die Kreativität an. Es gibt aber auch Existenzgründer, die daraus eine professionelle Geschäftsidee gemacht haben. Zu ihnen zählen beispielsweise der Möbel-Designer Michael Köppe aus dem brandenburgischen Beeskow und Franziska Wodicka aus Berlin-Kreuzberg, die aus alten Schubladen Schränke, Regale, Nachttische und Kommoden baut.

In der Werkstatt von Michael Köppe riecht es nach frisch zersägtem Holz. Ein erster Blick offenbart nichts Spektakuläres: Ein paar ausrangierte Kabeltrommeln stehen herum, dazu nicht mehr gebrauchte Obst- und Weinkisten, verwitterte Bilderrahmen, ein hölzerner Gartenstuhl. Einige alte Euro-Paletten hat der 37-Jährige gerade auseinandergenommen, um Teile zu säubern, zu schleifen und neu zusammenzusetzen.

Auf diese Weise entstehen in Beeskow (Oder-Spree) Kommoden, Schränke, Betten und Tische. Allesamt haben Struktur und Gebrauchsspuren, sind „Möbel, die Geschichten erzählen“, wie Köppe es ausdrückt. „Sie hatten schon mal eine Funktion und werden jetzt von mir neu definiert“, eine Geschäftsidee, die an sich nicht neu ist. Der Trend „Aus alt mach neu“ findet immer mehr Anhänger. Unter dem Schlagwort „Upcycling“ gibt es im Internet zahlreiche Bastel-Anleitungen und Ideenbörsen, um gebrauchte Dinge anders und originell wiederzuverwenden.

Quelle: dpa