Eisverlust Grönland
Foto: Kevin Krajick/Earth Institute/dpa

Dänemark und Kanada haben ihren heftigen Streit um die arktische Hans-Insel nordwestlich von Grönland vorerst beigelegt.

Nach einem Treffen mit seinem kanadischen Kollegen Pierre Pettigrew am Rande der UN-Vollversammlung in New York teilte der dänische Außenminister Per Stig Möller in der Nacht zum Dienstag mit, man sei sich einig, dass es weder eine Anrufung internationale Gerichtshöfe noch „weitere Flaggenkriege“ um die 1,3 Quadratkilometer große und unbewohnte Insel geben werde.

Kanadas Verteidigungsminister Bill Graham hatte Kopenhagen im Juli heftig verärgert, als er persönlich die Flagge seines Landes auf der seit 1973 zwischen beiden Ländern umstrittenen Insel hisste.

Möller hatte daraufhin ein dänisches Regierungsschiff in die Polar-Region zwischen Grönland und dem kanadischen Ellesmere Island entsandt, um Kanadas Flagge einholen zu lassen. Er ließ das Schiff aber kurz vor der Ankunft beidrehen.

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Pettigrew erklärte, beide Länder würden nun Karten und Dokumente studieren und „gemeinsam einen Weg finden“. Beide Länder beharrten allerdings auf ihrem Territorialanspruch. Möller fügte hinzu, seines Wissens sei die kanadische Flagge inzwischen von selbst umgefallen.

Quelle: dpa