Duden 28. Auflage 12. August 2020
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Was wusstet ihr noch nicht über Günther Jauch? Sehr wahrscheinlich, dass sein Name mit einem uvularen Frikativ endet. Damit ist der TV-Moderator sicherlich ein Beispiel für den ein oder anderen Linguistik-Professor.

Viele junge Leute werden schon von den ersten Ansätzen zu Schulzeiten die Nase voll haben, andere bekommen – gerade während ihres Sprachenstudiums – noch ausreichend davon mit. Die Rede ist von Phonetik.

In einem Tabelle werden die verschiedenen Laute aufgelistet und den Symbolen zugeordnet. Der Frikativ ist dabei ein Konsonant, bei dem bei der Aussprache eine Engstelle entsteht.

Mehr als ein Dutzend Unterteilungen für die verschiedenen Frikative gibt es, darunter zählt auch der uvulare Frikativ. Dieser ist wiederum noch einmal unterteilbar in den stimmhaften und den stimmlosen uvularen Frikativ.

Zu den stimmlosen uvularen Frikativen zählt der „Ach-Laut“, der besonders im Deutschen, aber auch im arabischen Raum geläufig ist. In Deutschland gibt es ihn eben wegen der Häufigkeit des Ch-Lautes so regelmäßig, dazu zählt natürlich auch das „ch“ am Ende des Nachnamens von TV-Moderator Günther Jauch.

Ü und Ö sind in der deutschen Sprache gewöhnliche Laute. Wer Deutsch als Muttersprache spricht, dem fällt es leicht, sie auszusprechen. Für Leute, die Deutsch erst lernen, ist das aber anders. Sie haben diese Laute in ihrer Muttersprache oft nicht gelernt.

Für uns dagegen sind zum Beispiel sogenannte Klicklaute ungewohnt. Diese Geräusche macht man, indem man mit der Zunge schnalzt. Besonders im Süden von Afrika sprechen die Menschen Sprachen, in denen gleich mehrere dieser Schnalzlaute benutzt werden. Für die meisten von uns wäre das schwer nachzuahmen. Dabei benutzen auch wir manchmal Klicklaute. Zum Beispiel dann, wenn wir zeigen, dass wir etwas nicht gut finden, was jemand macht.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)