Foto: shutterstock/Bonnie Taylor Barry
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Die erste öffentliche Wahl zu Deutschlands „Vogel des Jahres“ geht in die heiße Phase.

Sie starte am Montag, teilten der Naturschutzbund Deutschland (Berlin/Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (Hilpoltstein/LBV) mit, die das Projekt organisiert haben. Im Rennen seien noch diese zehn Vögel: Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe.

Fast 130.000 Vogelfreunde hatten laut Nabu in der ersten Phase aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvögeln ihre Favoriten ausgewählt. Letztere sind Zugvögel, die Deutschland durchfliegen oder hier überwintern, aber nicht hier brüten. Die zehn genannten Arten wurden in der oben genannten Reihenfolge am häufigsten genannt. Dass die Stadttaube an der Spitze der Liste landete, hat die Naturschützer doch etwas überrascht.

Sie polarisiert wie kaum ein anderer Vogel. Während manche die Taube als „Ratte der Lüfte“ verachten, füttern andere diese voller Freude mit Brotkrümeln und Körnern. Normalerweise stehen die „Vögel des Jahres“ stellvertretend für ein größeres Naturschutzthema. Und wofür könnte die Stadttaube stehen? „Ich möchte zwar nicht ausschließen, dass hier Spaßvögel die Jahresvogelaktion gekapert haben“, sagt Wolfgang Fiedler, Präsident der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft. Trotzdem könne er der Stadttaube viele interessante Aspekte abgewinnen.

Die Art, die bis zum 19. März die meisten Stimmen erhält, wird danach zum „Vogel des Jahres 2021″ gekürt. Die Wahlseite www.vogeldesjahres.de soll am Montag freigeschaltet werden. Mitmachen können auch Menschen, die bei der Vorwahl nicht dabei waren.

Der „Vogel des Jahres“ wurde seit 1971 durch ein Gremium aus Vertretern von Nabu und LBV gewählt. Zum 50. Jubiläum ist die Aktion nun erstmals öffentlich.

Quelle: dpa