Letzter Uran-Transport der Wismut GmbH
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Die Uran-Produktion in Deutschland ist endgültig Geschichte. Am Dienstagmittag sollte der letzte Transport das Betriebsgelände der bundeseigenen Wismut GmbH in Königstein südöstlich von Dresden verlassen. Damit ende nach 75 Jahren ein wichtiger Teil deutscher Geschichte, der während des Kalten Krieges begonnen habe und sich bis heute auswirke, erklärte das Unternehmen. Deutschland scheide nun aus der Liste uranproduzierender Staaten aus. Mit einer letzten Lieferung von 19,5 Tonnen aus dem sächsischen Königstein endete Anfang Juni in Deutschland die Produktion von Uran.

Darum geht es bei der letzten Uran-Lieferung in Königstein

Der letzte Transport umfasst ein 19,5 Tonnen schweres Gemisch aus Wasser und Uranoxid – Uran, das bei der Wasserreinigung am Standort Königstein abgetrennt und in zwei Silos eingelagert wurde. Das Uran-Gemisch wird seit 1997 an die US-Firma Nuclear Fuels verkauft. Unter Aufsicht der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wurden die beiden Silos zum letzten Mal geleert.

Die planmäßige Produktion von Uran endete in Deutschland 1990. Dennoch fielen bei der Sanierung der Hinterlassenschaften in Sachsen und Thüringen noch 3350 Tonnen Uran an. Zwar fällt auch in Zukunft noch Uran an. Die Mengen sind aber so gering, dass eine separate Abtrennung nicht mehr sinnvoll ist.

Bis 1990 war die DDR der viertgrößte Uranproduzent der Welt. Von 1946 bis zur Einstellung wurden 216 350 Tonnen produziert und in die Sowjetunion geliefert, die das radioaktive Element für ihr Atomprogramm nutzte. Seit 1991 saniert die Wismut die Schäden, die der Bergbau hinterließ. Der Bund hat dafür bisher 6,8 Milliarden Euro bereitgestellt.

Quelle: dpa